„Gutes Vorlesen ist, wenn sich keiner langweilt…“

Die Schulsiegerin, die Klassensieger und die Mitglieder der Jury unter der Leitung von Natalie Hees

Die Schulsiegerin, die Klassensieger und die Mitglieder der Jury unter der Leitung von Natalie Hees

Am 2. Dezember 2016 traten die acht besten Vorleserinnen und Vorleser der 6. Klassen der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler gegeneinander an, um ihren Schulsieger im diesjährigen Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels zu ermitteln.

Zuvor hatte es bereits innerhalb der einzelnen Klassen eine Ausscheidung um den Titel der Klassenbesten gegeben. Die Klassensieger 2016 waren: Paul Joksch (6a), Leo Michels (6a), Gero Floßdorf (6b), Sidra Mahmoud (6b), Lino Arenz (6c), Sina Biernath (6c), Emma Grzenia (6d) sowie Marten Sachs (6d).
Diese Klassensieger lauschten beim Vorlesewettbewerb in der gemütlich eingerichteten Schülerbibliothek gespannt den Vorlesekünsten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.

Natalie Hees mit der besten Vorleserin 2016: Emma Grzenia

Natalie Hees mit der besten Vorleserin 2016: Emma Grzenia

Die Finalisten lasen zunächst jeweils aus einem selbst gewählten Buch vor, das sie den Zuhörern zuvor kurz vorstellten. Im Anschluss daran mussten sie ihr Lesetalent beim unvorbereiteten Lesen aus dem Jugendroman “Martin unter Druck” von Carolin Philipps unter Beweis stellen.

Bewertet wurden die Leistungen von einer Jury, die aus Elternvertretern, Schülern und Lehrern der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler bestand. Moderiert wurde der diesjährige Vorlesewettbewerb von Natalie Hees, der Vorsitzenden der Fachschaft Deutsch, und Dr. Rüdiger Becker, dem Pädagogischen Koordinator der Schule.
Sichere Lesetechnik, gutes Textverständnis und eine angemessene Gestaltung des Vortrags, welche die Hörer in die Geschichte hineinversetzt, waren die Kriterien für die Beurteilung. Einfach war die Entscheidung nicht, denn alle zeigten, dass sie verdient in die Endrunde gekommen waren.

Als Belohnung erhielten alle Teilnehmer Buchpreise, die wie jedes Jahr dankenswerterweise vom Förderverein der Schule gespendet wurden. Die Auszeichnung als Schulsiegerin konnte dann schließlich Emma Grzenia (Klasse 6d) aus den Händen der Vorsitzenden der Fachschaft Deutsch, Natalie Hees, entgegennehmen. Ihre Lesekunst wurde dem oben erwähnten Motto „Gutes Vorlesen ist, wenn sich keiner langweilt…“ vollkommen gerecht und sie verstand es, die Jury mit seiner Vortragskunst zu fesseln, so dass es fast schade war, sie nach Ablauf der vorher vereinbarten Lesezeit zu unterbrechen. Ihr frei ausgewählter Text war ein Auszug aus „Armans Geheimnis” von Tinka Edel.

Emma Grzenia wird die Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler in der nächsten Runde des Vorlesewettbewerbs vertreten.

Emma Grzenia wird die Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler in der nächsten Runde des Vorlesewettbewerbs vertreten.

Am Vorlesewettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht und seit 1959 jährlich durchgeführt wird, nehmen dieses Jahr bundesweit als 600 000 Kinder der 6. Klassen aller Schularten an rund 7200 Schulen teil.

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Besuch der Stadtbücherei Bad Neuenahr

On 30. November 2016, in Exkursionen, Medien, by Ralf Breuer
Gisela Franz von der Stadtbücherei Bad Neuenahr erklärte alles rund um die Ausleihe

Gisela Franz von der Stadtbücherei Bad Neuenahr erklärte alles rund um die Ausleihe

“Das Wissen der Welt ist nicht nur digital” – diese Erkenntnis machten die Fünftklässler der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus in Ahrweiler in den letzten Tagen. Denn im Rahmen des Deutschunterrichts besuchten alle knapp 90 Schülerinnen und Schüler des 5. Schuljahres die Stadtbücherei Bad Neuenahr.

Große Augen und Erstaunen rief die Zahl “35.000” bei den meisten Kindern hervor, als Gisela Franz, eine Bibliothekarin der Stadtbücherei, das Angebot an Medien ihren Räumen vorstellte. Denn ca. 35.000 entleihbare Medien warten in den Regalen der Stadtbücherei darauf, mit nach Hause genommen zu werden. Zu diesen Medien gehören Bücher (Romane, Sachbücher, Kinder- und Jugendliteratur), Hörbücher, CD-ROM, DVD und Musik-CD.

Und damit junge Menschen auch erfahren, dass man Informationen nicht nur “ergoogeln”, sondern sich auch aus Büchern informieren kann, lädt die Bad Neuenahrer Stadtbücherei die Fünftklässler der Boeselager-Realschule jedes Jahr zu einem Kennenlern-Besuch ein. Nach der Begrüßung und Führung durch die Räume der Bücherei durch Gisela Franz erkundeten die Schüler mit einer Wissens-Rallye die Bibliothek auf eigene Faust und lernten so die verschiedenen Abteilungen kennen.

Mit Ausweisen und ersten ausgeliehenen Medien verabschiedete sich die Klasse 5b von Gisela Franz

Mit Ausweisen und ersten ausgeliehenen Medien verabschiedete sich die Klasse 5b von Gisela Franz

Pünktlich zum Unterrichtsschluss waren alle Schüler dann auch wieder zurück an der Boeselager-Realschule – alle mit einem Ausweis der Stadtbücherei im Mäppchen, mit dem sie in Zukunft das Angebot der Stadtbücherei Bad Neuenahr nutzen können. Viele Kinder ließen sich auch die erste Gelegenheit, sich schon Bücher und DVDs auszuleihen, nicht entgehen.

Auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b der Boeselager-Realschule hatten ihren Spaß, wie z.B. Katharina, die vor allem “die Rallye cool” fand. Max lobte die Bibliothekarin: “Die Frau Franz hat uns alles gut erklärt und ich fand schön, dass wir uns sogar schon was ausleihen durften.”

Linktipp: Webseite der Stadtbücherei Bad Neuenahr.

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Erfolgsmodell freiwillige Nachmittagsbetreuung – Konzept vor fünf Jahren eingeführt  

Der pädagogische Leiter der Boeselager-Realschule, Dr. Rüdiger Becker, bei der Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag

Der pädagogische Leiter der Boeselager-Realschule, Dr. Rüdiger Becker, bei der Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag

Seit Herbst 2011 bietet die Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus in Ahrweiler für Schüler der Klassenstufen 5 und 6 eine freiwillige Form der Nachmittagsbetreuung an. Das innovative Konzept, das  Mittagessen, Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag in flexibler Form kombiniert, entwickelte sich seither zu einer echten Erfolgsgeschichte.

Um 13.15 Uhr steht das gemeinsame Mittagessen auf dem Stundenplan

Um 13.15 Uhr steht das gemeinsame Mittagessen auf dem Stundenplan

Die Nachmittagsbetreuung greift den gesellschaftlichen Trend auf, dass immer mehr Familien aus beruflichen Gründen darauf angewiesen sind, ihre Kinder am Nachmittag betreut zu wissen. Viele Familien benötigen jedoch keine Betreuung für alle Nachmittage der Woche, sondern oft reicht eine Betreuung an nur einigen Nachmittagen – evtl. auch nur bis 15 Uhr – aus. Damit mehr Eltern eine sinnvolle Kombination von Berufstätigkeit mit einem geregelten Familienleben ermöglicht wird, kann die schulische Nachmittagsbetreuung an der Boeselager-Realschule ganz nach individuellem Bedarf in Anspruch genommen werden. Betreuungstage und -zeiten können völlig frei gewählt und somit an die jeweilige berufliche und familiäre Alltagsplanung angepasst werden.

Eine solch flexible Form der Betreuung an einer weiterführenden Schule war damals nicht nur im Kreis Ahrweiler, sondern landesweit ein absolutes Novum.  Das Konzept profilierte sich seither als interessante Alternative zur verpflichtenden Ganztagsschule, denn es bietet erheblichen Freiraum bei der Nachmittagsgestaltung und unterstützt das familiäre Miteinander.

Der konkrete Tagesablauf sieht folgenden Zeitplan vor:

  • bis 13.10 Uhr: regulärer Unterricht
  • 13.15 Uhr: gemeinsames Mittagessen
  • anschließend Bewegungs- und Spielzeit
  • 14.00 – 15.00 Uhr: Förderunterricht oder Hausaufgabenbetreuung oder Arbeitsgemeinschaften
  • 15.00 – 16.00 Uhr: Arbeitsgemeinschaften oder Hausaufgabenbetreuung

Sämtliche Angebote nach 13.10 Uhr werden von Lehrerinnen und Lehrern der Realschule durchgeführt. Damit wird eine hochwertige, fachlich wie pädagogisch qualifizierte Nachmittagsbetreuung gewährleistet.

Ein wesentlicher Baustein ist dabei der Förderunterricht für Schüler der Orientierungsstufe in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik, der im Rahmen des an der Boeselager-Realschule etablierten Förderkonzeptes angeboten wird. Der Förderunterricht am Nachmittag ist mit der Zielsetzung, alle Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten und Begabungen möglichst individuell zu fördern, als Ergänzung zum Fachunterricht gedacht. Schüler, die im gemeinsamen Unterricht nicht immer so „zum Zuge kommen“, können hier gezielter in ihrem Arbeits- und Lernverhalten beobachtet und unterstützt werden. Darüber hinaus wird auch eine qualifizierte Begleitung bei der Erledigung der Hausaufgaben – täglicher Stressfaktor in vielen Familien – angeboten. Zusätzlich gibt es für alle Kinder auch die Möglichkeit an einer Arbeitsgemeinschaft (AG) teilzunehmen. Das Angebot erstreckt sich über den musisch-künstlerischen (z.B. Schulband, Tanzen) und sportlichen Bereich (z.B.  Fußball, Laufen) bis hin zu handwerklichen Tätigkeiten (z.B. Weinbau, Nähen). An jedem Wochentag werden verschiedene solcher AGs angeboten.

Qualifizierte Begleitung bei der Erledigung der Hausaufgaben durch Lehrer der Boeselager-Realschule Ahrweiler

Qualifizierte Begleitung bei der Erledigung der Hausaufgaben durch Lehrkräfte der Boeselager-Realschule Ahrweiler

Die Resonanz auf das Konzept ist innerhalb der Schüler- und Elternschaft durchweg positiv. Seit Einführung haben in den vergangenen Jahren jeweils rund 80% aller Schüler der Orientierungsstufe eines oder mehrere der Nachmittagsangebote in Anspruch genommen. Seitens der Eltern wird vor allem die Flexibilität gelobt. Offensichtlich wurde hier eine Art „Marktlücke“ entdeckt, da das Konzept einerseits Betreuung nach Bedarf anbietet und andererseits genügend Freiraum lässt, familiäre Bedürfnisse zu integrieren. Besonders positiv wird dabei gewertet, dass den Kindern ermöglicht wird, ihren Hobbys nachzugehen und am Vereinsleben ihrer Wohnorte teilzunehmen. Schüler, die zum Beispiel nachmittags Fußballtraining, Musikunterricht oder ähnliches haben, müssen darauf nicht verzichten. Zahlreiche Aussagen von Eltern und Schülern belegen zudem, dass gerade der Wechsel zwischen Nachmittagen an der Schule und solchen, die privaten Interessen vorbehalten sind, als ideal empfunden wird.

(Text: Dr. Rüdiger Becker)

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