
Die Klasse 10a mit den Geschichtslehrerinnen vor dem "Regierungsbunker"
Klasse 10a der Boeselager Realschule erkundet den Regierungsbunker
Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Spurensuche zum Regierungsbunker in Ahrweiler“ besuchte die Klasse 10a mit ihrer Geschichtslehrerin Heike Fournier den ehemaligen Ausweichsitz der Regierung – im Volksmund Regierungsbunker genannt – in Ahrweiler gleich zweimal. Am 09.11. und 23.11.2011 öffneten sich für die Boeselager-Realschüler die Tore in eine spannende vergangene Zeit.
Obwohl manch einer ahnte, was in den Weinbergen verborgen lag, war es doch eines der größten Geheimobjekte der BRD. Bis zum Ende des Kalten Krieges in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts sollte der Regierungsbunker die Entscheidungsträger der BRD vor einem Ernstfall, d.h. einem Angriff aus dem Osten, schützen und handlungsfähig halten.
“Nachdem wir bei unserem ersten Besuch eine Führung hatten, gestalteten wir den zweiten Besuch durch eigene Vorträge. Spannend ergänzt wurde unser zweiter Besuch von zwei Zeitzeugen, die uns im Anschluss auch noch für ein Interview Rede und Antwort standen.
So einen tiefen Einblick in die persönliche Verbindung zum Leben im Bunker hätte sich keiner von uns vorstellen können. Es war toll über dieses Bauwerk, auch wenn nur ein Bruchteil erhalten geblieben ist, so viel zu erfahren.Für uns ist ein Stück Geschichte der Region, aber auch der Welt, greifbar geworden.Vielen Dank an alle die diese Entdeckung möglich gemacht haben!”Zitat – Fabienne Mörschbacher, 10A

2 Schüler der 10a im Gespräch mit einem Zeitzeugen
Hier zwei Interviews mit Zeitzeugen als mp3:
„Gutes Vorlesen ist, wenn sich keiner langweilt…“

Die Gewinner mit ihren Preisen und die Jury des Vorlesewettbewerbs 2011
Anfang Dezember traten die zehn besten Vorleserinnen und Vorleser der 6. Klassen der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler gegeneinander an, um ihren Schulsieger im diesjährigen Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels zu ermitteln.
Zuvor hatte es bereits innerhalb der einzelnen Klassen eine Ausscheidung um den Titel der Klassenbesten gegeben. Die Klassensieger waren: Maximilian Gaa (6a), Keanu Kam (6a), Jehona Musliji (6b) Maroua Oueslati (6b), Ayten Algülener (6c), Maximilian Münch (6c), Eldin Alioglu (6d), Alexander Ley (6d), Marissa Al-Abdali (6e), Alexandra Siebenmorgen (6e)
Diese Klassensieger lauschten beim Vorlesewettbewerb im weihnachtlich hergerichteten Musiksaal gespannt den Vorlesekünsten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.
Die Finalisten lasen zunächst jeweils aus einem selbst gewählten Buch vor, das sie den Zuhörern zuvor kurz vorstellten. Im Anschluss daran mussten sie ihr Lesetalent beim unvorbereiteten Lesen aus dem Jugendroman „Martin unter Druck“ von Carolin Philipps unter Beweis stellen.
Bewertet wurden die Leistungen von einer Jury, die aus Elternvertretern, Schülern und Lehrern der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler bestand. Moderiert wurde der diesjährige Vorlesewettbewerb von Dr. Rüdiger Becker, dem Pädagogischen Koordinator der Schule.

Gespannte Gesichter bei der Bekanntgabe der Ergebnisse durch Dr. Becker
Sichere Lesetechnik, gutes Textverständnis und eine angemessene Gestaltung des Vortrags, welche die Hörer in die Geschichte hineinversetzt, waren die Kriterien für die Beurteilung. Einfach war die Entscheidung nicht, denn alle zeigten, dass sie verdient in die Endrunde gekommen waren.
Als Belohnung erhielten alle Teilnehmer Buchpreise, die wie jedes Jahr dankenswerterweise vom Förderverein der Schule gespendet wurden. Die Auszeichnung als Schulsieger konnte dann schließlich Alexander Ley (6d) aus den Händen des Schulleiters Klaus Dünker entgegennehmen. Seine Lesekunst wurde dem oben erwähnten Motto „Gutes Vorlesen ist, wenn sich keiner langweilt…“ vollkommen gerecht und er verstand es, die Jury mit seiner Vortragskunst zu fesseln, so dass es fast schade war, ihn nach Ablauf der vorher vereinbarten Lesezeit zu unterbrechen. Sein frei ausgewählter Text war ein Auszug aus „Gruselfieber“ von R.L. Stine. Alexander Ley wird die Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler in der nächsten Runde des Vorlesewettbewerbs vertreten.
Am Vorlesewettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht und seit 1959 jährlich durchgeführt wird, nehmen bundesweit bis zu 700.000 Schülerinnen und Schüler teil.
Aktionen brachten 1000 Euro für Partnerschule in Lima

Zu Recht mit Stolz präsentiert sich die 7c der Philipp-Freiherr-von-Boeselager-Realschule Ahrweiler. Denn mehr als 1000 Euro haben die Schüler um Lehrerin Brigitte Karpstein in den vergangenen Monaten als Beitrag gegen Kinderarmut zusammengetragen. Foto: Andreas Wetzlar
Mit Kinderarmut haben sich die Schüler der Klasse 7c der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus in Ahrweiler in den vergangenen Monaten intensiv auseinandergesetzt. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Brigitte Karpstein beleuchteten sie dabei unterschiedliche Aspekte wie Kindersoldaten, Arbeiten im Steinbruch, Kinder in der Teppichfabrikation und Kinderprostitution.
„Schnell ist uns zum einen dabei klar geworden, dass es uns selbst doch sehr gut geht. Zum anderen aber auch, dass wir mit unseren Möglichkeiten helfen wollen“, erinnern sich Daria und Dennis. In der Klassengemeinschaft wurden Ideen zusammengetragen, wie geholfen werden kann. „Wir haben uns dann dazu entschlossen, in unseren Wohnorten von Tür zu Tür zu gehen, mit den Menschen über das Thema zu sprechen und um Spenden zu bitten“, berichten Lisa und Alina. Das habe anfangs einiges an Überwindung gekostet. In der Regel wurden die Schüler nicht nur offen angehört, sondern auch in ihrem Anliegen unterstützt. Zusammen mit anderen Aktionen wie dem Kuchenverkauf in der Schule sind mittlerweile mehr als 1000 Euro zusammengekommen. Von dem Erlös profitieren mehrere Einrichtungen. „Ein Teil des Geldes ist an die Partnerschule in Lima, an das Colegio San José, gegangen.
Aber auch Misereor und Missio erhielten Geld“, zieht Lehrerin Brigitte Karpstein Zwischenbilanz. Denn angespornt vom bisherigen Erfolg, denken die Schüler noch lange nicht an ein Ende der Aktion. „Auch wenn es nur kleine Schritte sind, ist es eine Form der Hilfe“, meint Robin, und Marco fügt hinzu: „Es geht auch ums Prinzip. Was für uns vielleicht ein kleiner Betrag ist, kann in den armen Ländern das Leben sichern“.
Neben der Motivation aus den eigenen Reihen, von Eltern oder Schülern sind es vor allem die direkten Kontakte, die zum Weitermachen anregen. Simeon bringt es auf den Punkt: „Mit jedem Brief, den wir aus Togo oder Lima bekommen, sehen wir, dass unsere Unterstützung ankommt und dass viele Menschen auf uns hoffen und vertrauen“.
(Text & Foto mit freundlicher Genehmigung von Andreas Wetzlar)
Siehe auch: Infos zur Partnerschule in Lima
Drogen- und Alkoholprävention in den Klassen 10
„So was sollte öfter gemacht werden!“ – Das war die Meinung von Marc aus der Klasse 10c über den Besuch von Polizeikommissar Dietmar Hoffmann in den zehnten Klassen Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler. Diese jährliche Veranstaltung im Rahmen der Drogenprävention an der Boeselager-Realschule führte den Jugendlichen der Abschlussklassen in jeweils drei Unterrichtsstunden wieder eindrucksvoll vor Augen, dass Drogen- und vor allem Alkoholmissbrauch Ursache für eine Vielzahl von zum Teil tödlichen Unfällen im Straßenverkehr sind.

Polizeikommissar Dietmar Hoffmann beim Vortrag zur Drogenprävention
„Viele Schüler kommen mit dem Roller oder dem Mofa zur Schule und sind somit aktive Teilnehmer am Straßenverkehr. Aber nicht nur die motorisierten Schülerinnen und Schüler möchte ich erreichen, auch die Fußgänger. Die jungen Menschen sollen erkennen, welche Folgen der Konsum von Drogen im Straßenverkehr haben kann. Frühe Aufklärung tut Not“, sagte Hoffmann. Nicht nur erschreckende Zahlen und Statistiken, auch Fotos von Autowracks gehörten dabei zur Dokumentation und Präsentation des Beamten, der immer wieder herausstellte, dass er den Jugendlichen nur Tipps und Empfehlungen geben kann. Das korrekte Handeln und die Einsicht müssten von den Schülerinnen und Schülern selbst kommen. Er könne nur an die Jungen und Mädchen appellieren, das Auto nach dem Konsum von Alkohol stehen zu lassen – und ein Taxi zu ordern oder die Eltern anzurufen; in jedem Fall aber auf eine Fahrt als Fahrer oder Beifahrer zu verzichten.
Einen besonderen Eindruck hinterließ im Laufe der jeweils zweieinhalbstündigen Veranstaltung ein Video-Interview mit einem jungen Mann, der – unter Einfluss von Drogen – einen Unfall verursacht hatte, bei dem eine Frau ums Leben gekommen war. Neben den juristischen Konsequenzen wurden auch die finanziellen und vor allem psychologischen Folgen aufgezeigt, die sich – womöglich erst viel später – bei allen Beteiligten zeigen. „Die Schüler sollen erkennen, welche Wellen ein vermeintlich kleiner Stein verursachen und nach sich ziehen kann, ein Joint, eine Haschpfeife…“, erklärte Hoffmann, dem die Arbeit mit den Jugendlichen sichtlich Freude bereitete. „Ich möchte die jungen Leute sensibilisieren“, ergänzte Hoffmann, dessen Ziel aufgegangen sein dürfte, denn die Schülerinnen und Schüler des 10. Schuljahres waren sichtlich berührt von den abschreckenden Beispielen und Bildern, die ihnen eine Zeit lang sicher nicht aus dem Kopf gehen werden.
Tim (10c) fand die Veranstaltung gut und hilfreich und ist „froh, dass so etwas an Schulen überhaupt gemacht wird.“ Der gleichen Meinung war auch Kay, ebenfalls 10c, der noch betonte, dass es durch die Bilder und authentischen Berichte nie langweilig geworden sei.

Auf Einladung des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft besuchten am 21.11.11 fünf Lehrkräfte unserer Schule eine Info-Veranstaltung des Abfallwirtschaftszentrums „Auf dem Scheid“ in Niederzissen.
Am Standort des Abfallwirtschaftszentrums „Auf dem Scheid“ in Niederzissen hat der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Ahrweiler einen außerschulischen Lernort zur Umwelterziehung gebaut: die “Umweltlernschule plus”. Die Umweltlernschule verknüpft moderne Themen der Abfallwirtschaft, der nachhaltigen Energienutzung sowie der Forstwirtschaft miteinander.
Die “Umweltlernschule plus” hat sich selbst das Ziel vorgegeben, zu vermitteln, dass
- Rohstoffe endlich,
- der Klimawandel dramatisch,
- die Abfallwirtschaft wertvoll,
- eine Ressourcenwirtschaft notwendig,
- die Effizienzsteigerung unsers Handelns entscheidet und
- die zu findenden Innovationen grenzenlos sind.
In der Umweltlernschule werden die Besucher erlebnisorientiert zu umweltgerechtem Handeln motiviert.
Das Angebot der “Umweltlernschule plus” richtet sich an
- Vorschulen und Kindergärten
- Primarstufe
- Sekundarstufe I
- Sekundarstufe II
- Berufs- und sonstigen Schulen
- Interessenverbände
- und sonstige Bürger
Weitere Informationen zur “Umweltlernschule plus” –> www.uls-plus.de
Die Jahrgangsbesten der in den Klassen 5 und 6 im Rahmen des Förderkonzeptes in den Hauptfächern durchgeführten Diagnostik wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhielten ein Spiel zur Belohnung: Eric Schulz, Emre Ünver, Lukas Krämer, Alexander Adams, Marvin Kasper, Philipp Quantius, Marissa Al-Abdali, Jan-Marco Casalter, Eric Baltes, Nina Arzdorf – mit auf dem Bild aus dem Lehrerteam Kerstin Rheinhard, Karin Ermert und der pädagogische Koordinator Dr. Rüdiger Becker
Alles begann im Frühjahr 2011 im Pariser Vorort Montreuil, als die Mitarbeiter des Computerspiele-Herstellers “Ubisoft” mit Post-its den “Rayman”, die Kultfigur des Hauses, an die Fensterscheibe ihres Bürogebäudes klebten. Am nächsten Tag „feuerte“ die gegenüberliegende Großbank BNP Paribas von ihrem Büroturm aus mit einem Post-it-Bild zurück. Der Zettelkrieg war somit erklärt.
Von diesem Moment an grassiert der Haftzettel-Wettkampf in ganz Frankreich. Büroangestellte entpuppen sich als Künstler, die durch immer aufwändigere, originellere und großformatigere Post-it-Bilder die Konkurrenz anderer Firmen und Behörden zu toppen versuchen.
Verbreitung findet der Zettelkrieg durch soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook, auf denen die neuesten Werke der jeweiligen Büros umgehend gepostet werden, um den Sieg zu erlangen. Dabei sind der Fantasie bei der Wahl der Motive keine Grenzen gesetzt. Alles ist erlaubt, vom Computerspiel-Helden bis zum Friedensgruß für die Welt.
Der Post-it-Wettkampf ist mittlerweile in ganz Europa entbrannt und erreichte nun auch die Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus in Ahrweiler. Dort ergriff das Zettelfieber die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a und 6d, die im Kunstunterricht zusammen mit ihren Lehrerinnen Frau Bach und Frau Neumann begeistert Skizzen anfertigten, um ihre Post-it-Kunstwerke an die Fensterscheiben zu bringen. Es erwies sich dabei als schwierig, runde Formen durch die quadratischen Notizzettel umzusetzen. Mit viel Engagement und Liebe zum Detail entstanden großformatige Fensterbilder, die Ausdruck der Freude und Begeisterung ihrer kleinen Künstler sind und die Konkurrenz nicht zu scheuen brauchen.
Gespannt warten nun die Kinder darauf, ob jemand in den Zettelwettkampf einsteigt und ihre Herausforderungen annehmen wird. Es darf geklebt werden!

Werner Hübner begeistert seine Zuhörer
Eine der größten Ängste der Eltern von Jugendlichen ist es, eines Tages feststellen zu müssen, dass ihr Kind alkohol- oder gar drogenabhängig geworden ist. Aus diesem Grund luden die Boeselager-Realschule und der Schulelternbeirat der Schule den bekannten Psychologen und ausgewiesenen Experten für Suchtfragen, Werner Hübner ein.
„Ich bin nicht gekommen, um ihnen anderthalb Stunden lang einen Vortrag über die Ursachen von Sucht zu halten, sondern um sie zum Mitmachen anzuregen.“ Mit diesem Satz begrüßte Hübner die zahlreich erschienen Eltern. In seiner humorvollen Art gelang es dem Experten, die Zuhörerschaft zum Nachdenken und Mitmachen anzuregen. Anhand der zahlreichen Elternbeiträge konnte der Experte verdeutlichen, dass beispielsweise Cannabisabhängigkeit immer eine lange Vorgeschichte hat. Sie beginnt immer mit einer sogenannten Ersatzhandlung, d.h. ein junger Mensch sagt, er könne nur einschlafen, wenn er vorher fern sieht. Über einen längeren Zeitraum können sich diese Ersatzhandlungen derart steigern, dass ein Jugendlicher für sich zu dem scheinbar unausweichlichen Ergebnis kommt, er könne sein Leben nur durch Drogenkonsum bewältigen: „Ich kann erst klar denken, wenn ich einen Joint geraucht habe“.
Mit zahlreichen Tipps für den Alltag ausgestattet konnten die Eltern am Ende des Abends sichtlich zufrieden den Nachhauseweg antreten. Auch Hübner bedankte sich bei seinem Publikum für die tolle Atmosphäre und die Bereitschaft zahlreicher Eltern, eigene Erfahrungen beizusteuern.
Text: Markus Holkenbrink

















