“Hände weg von Drogen und Alkohol”

On 8. Dezember 2011, in Prävention, by Ralf Breuer

Drogen- und Alkoholprävention in den Klassen 10

„So was sollte öfter gemacht werden!“ – Das war die Meinung von Marc aus der Klasse 10c über den Besuch von Polizeikommissar Dietmar Hoffmann in den zehnten Klassen Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler. Diese jährliche Veranstaltung im Rahmen der Drogenprävention an der Boeselager-Realschule führte den Jugendlichen der Abschlussklassen in jeweils drei Unterrichtsstunden wieder eindrucksvoll vor Augen, dass Drogen- und vor allem Alkoholmissbrauch Ursache für eine Vielzahl von zum Teil tödlichen Unfällen im Straßenverkehr sind.

Polizeikommissar Dietmar Hoffmann beim Vortrag zur Drogenprävention

Polizeikommissar Dietmar Hoffmann beim Vortrag zur Drogenprävention

„Viele Schüler kommen mit dem Roller oder dem Mofa zur Schule und sind somit aktive Teilnehmer am Straßenverkehr. Aber nicht nur die motorisierten Schülerinnen und Schüler möchte ich erreichen, auch die Fußgänger. Die jungen Menschen sollen erkennen, welche Folgen der Konsum von Drogen im Straßenverkehr haben kann. Frühe Aufklärung tut Not“, sagte Hoffmann. Nicht nur erschreckende Zahlen und Statistiken, auch Fotos von Autowracks gehörten dabei zur Dokumentation und Präsentation des Beamten, der immer wieder herausstellte, dass er den Jugendlichen nur Tipps und Empfehlungen geben kann. Das korrekte Handeln und die Einsicht müssten von den Schülerinnen und Schülern selbst kommen. Er könne nur an die Jungen und Mädchen appellieren, das Auto nach dem Konsum von Alkohol stehen zu lassen – und ein Taxi zu ordern oder die Eltern anzurufen; in jedem Fall aber auf eine Fahrt als Fahrer oder Beifahrer zu verzichten.

Einen besonderen Eindruck hinterließ im Laufe der jeweils zweieinhalbstündigen Veranstaltung ein Video-Interview mit einem jungen Mann, der – unter Einfluss von Drogen – einen Unfall verursacht hatte, bei dem eine Frau ums Leben gekommen war. Neben den juristischen Konsequenzen wurden auch die finanziellen und vor allem psychologischen Folgen aufgezeigt, die sich – womöglich erst viel später – bei allen Beteiligten zeigen. „Die Schüler sollen erkennen, welche Wellen ein vermeintlich kleiner Stein verursachen und nach sich ziehen kann, ein Joint, eine Haschpfeife…“, erklärte Hoffmann, dem die Arbeit mit den Jugendlichen sichtlich Freude bereitete. „Ich möchte die jungen Leute sensibilisieren“, ergänzte Hoffmann, dessen Ziel aufgegangen sein dürfte, denn die Schülerinnen und Schüler des 10. Schuljahres waren sichtlich berührt von den abschreckenden Beispielen und Bildern, die ihnen eine Zeit lang sicher nicht aus dem Kopf gehen werden.

Tim (10c) fand die Veranstaltung gut und hilfreich und ist „froh, dass so etwas an Schulen überhaupt gemacht wird.“ Der gleichen Meinung war auch Kay, ebenfalls 10c, der noch betonte, dass es durch die Bilder und authentischen Berichte nie langweilig geworden sei.

 

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