Nachmittagsbetreuung bleibt Erfolgsmodell

Blick in den Nachmittagsunterricht der Boeselager-Realschule Ahrweiler
Die freiwillige Nachmittagsbetreuung an der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler erweist sich weiterhin als ein ausgesprochen erfolgreiches Angebot. In ihrer hohen Flexibilität ist sie nach wie vor landesweit einzigartig und richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen. Die konstant positive Resonanz zeigt, dass das Konzept den Bedürfnissen von Kindern und Eltern gleichermaßen gerecht wird.

Das gemeinsame Mittagessen mit abwechslungsreicher Menüauswahl bildet die Grundlage für einen gelungenen Nachmittag
Der Nachmittagsbereich beginnt mit einer gemeinsamen Mittagspause, die sowohl Spielangebote als auch ein warmes Mittagessen umfasst. Täglich stehen den Kindern vier verschiedene Menüs des Caterers Lehmanns zur Auswahl. Zusätzlich unterstützt der Förderverein der Boeselager-Realschule das Angebot, indem allen Kindern beim Mittagessen kostenlos Mineralwasser zur Verfügung gestellt wird.

Zufriedene Gesichter beim Mittagsessen
Im Anschluss an die Mittagspause folgt bis 15.45 Uhr ein vielfältiges und pädagogisch wertvolles Programm. Dieses setzt sich aus unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften, einer verlässlichen Hausaufgabenbetreuung sowie gezieltem Förderunterricht in den Hauptfächern zusammen. Zeiten und Angebote sind flexibel wählbar, was maßgeblich zur Attraktivität der Nachmittagsbetreuung beiträgt. Entsprechend nutzen immer mehr Schülerinnen und Schüler dieses Angebot.
Alle Angebote der Nachmittagsbetreuung werden durch Lehrkräfte der Schule betreut und gewährleisten eine hohe fachliche und pädagogische Qualität. Die Hausaufgabenbetreuung wird darüber hinaus durch engagierte Schülertutorinnen und -tutoren unterstützt, die einen wichtigen Beitrag zur individuellen Förderung der jüngeren Schülerinnen und Schüler leisten. Als Anerkennung für dieses freiwillige Engagement werden die Schülertutoren an den Tagen ihres Einsatzes vom Förderverein zum kostenlosen Mittagessen eingeladen.

Der Nikolaus beschenkte die Tutorinnen und Tutoren der Nachmittagsbetreuung
Zum Jahresende bedankten sich die Verantwortlichen für die Nachmittagsbetreuung, Andrea Mergler und Dr. Rüdiger Becker, im Rahmen eines vorweihnachtlichen Dankeschöns ausdrücklich bei den freiwilligen Tutorinnen und Tutoren für ihren Einsatz.
5 Jahre freiwillige Nachmittagsbetreuung
Erfolgsmodell freiwillige Nachmittagsbetreuung – Konzept vor fünf Jahren eingeführt

Der pädagogische Leiter der Boeselager-Realschule, Dr. Rüdiger Becker, bei der Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag
Seit Herbst 2011 bietet die Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus in Ahrweiler für Schüler der Klassenstufen 5 und 6 eine freiwillige Form der Nachmittagsbetreuung an. Das innovative Konzept, das Mittagessen, Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag in flexibler Form kombiniert, entwickelte sich seither zu einer echten Erfolgsgeschichte.

Um 13.15 Uhr steht das gemeinsame Mittagessen auf dem Stundenplan
Die Nachmittagsbetreuung greift den gesellschaftlichen Trend auf, dass immer mehr Familien aus beruflichen Gründen darauf angewiesen sind, ihre Kinder am Nachmittag betreut zu wissen. Viele Familien benötigen jedoch keine Betreuung für alle Nachmittage der Woche, sondern oft reicht eine Betreuung an nur einigen Nachmittagen – evtl. auch nur bis 15 Uhr – aus. Damit mehr Eltern eine sinnvolle Kombination von Berufstätigkeit mit einem geregelten Familienleben ermöglicht wird, kann die schulische Nachmittagsbetreuung an der Boeselager-Realschule ganz nach individuellem Bedarf in Anspruch genommen werden. Betreuungstage und -zeiten können völlig frei gewählt und somit an die jeweilige berufliche und familiäre Alltagsplanung angepasst werden.
Eine solch flexible Form der Betreuung an einer weiterführenden Schule war damals nicht nur im Kreis Ahrweiler, sondern landesweit ein absolutes Novum. Das Konzept profilierte sich seither als interessante Alternative zur verpflichtenden Ganztagsschule, denn es bietet erheblichen Freiraum bei der Nachmittagsgestaltung und unterstützt das familiäre Miteinander.
Der konkrete Tagesablauf sieht folgenden Zeitplan vor:
- bis 13.10 Uhr: regulärer Unterricht
- 13.15 Uhr: gemeinsames Mittagessen
- anschließend Bewegungs- und Spielzeit
- 14.00 – 15.00 Uhr: Förderunterricht oder Hausaufgabenbetreuung oder Arbeitsgemeinschaften
- 15.00 – 16.00 Uhr: Arbeitsgemeinschaften oder Hausaufgabenbetreuung
Sämtliche Angebote nach 13.10 Uhr werden von Lehrerinnen und Lehrern der Realschule durchgeführt. Damit wird eine hochwertige, fachlich wie pädagogisch qualifizierte Nachmittagsbetreuung gewährleistet.
Ein wesentlicher Baustein ist dabei der Förderunterricht für Schüler der Orientierungsstufe in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik, der im Rahmen des an der Boeselager-Realschule etablierten Förderkonzeptes angeboten wird. Der Förderunterricht am Nachmittag ist mit der Zielsetzung, alle Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten und Begabungen möglichst individuell zu fördern, als Ergänzung zum Fachunterricht gedacht. Schüler, die im gemeinsamen Unterricht nicht immer so „zum Zuge kommen“, können hier gezielter in ihrem Arbeits- und Lernverhalten beobachtet und unterstützt werden. Darüber hinaus wird auch eine qualifizierte Begleitung bei der Erledigung der Hausaufgaben – täglicher Stressfaktor in vielen Familien – angeboten. Zusätzlich gibt es für alle Kinder auch die Möglichkeit an einer Arbeitsgemeinschaft (AG) teilzunehmen. Das Angebot erstreckt sich über den musisch-künstlerischen (z.B. Schulband, Tanzen) und sportlichen Bereich (z.B. Fußball, Laufen) bis hin zu handwerklichen Tätigkeiten (z.B. Weinbau, Nähen). An jedem Wochentag werden verschiedene solcher AGs angeboten.

Qualifizierte Begleitung bei der Erledigung der Hausaufgaben durch Lehrkräfte der Boeselager-Realschule Ahrweiler
Die Resonanz auf das Konzept ist innerhalb der Schüler- und Elternschaft durchweg positiv. Seit Einführung haben in den vergangenen Jahren jeweils rund 80% aller Schüler der Orientierungsstufe eines oder mehrere der Nachmittagsangebote in Anspruch genommen. Seitens der Eltern wird vor allem die Flexibilität gelobt. Offensichtlich wurde hier eine Art „Marktlücke“ entdeckt, da das Konzept einerseits Betreuung nach Bedarf anbietet und andererseits genügend Freiraum lässt, familiäre Bedürfnisse zu integrieren. Besonders positiv wird dabei gewertet, dass den Kindern ermöglicht wird, ihren Hobbys nachzugehen und am Vereinsleben ihrer Wohnorte teilzunehmen. Schüler, die zum Beispiel nachmittags Fußballtraining, Musikunterricht oder ähnliches haben, müssen darauf nicht verzichten. Zahlreiche Aussagen von Eltern und Schülern belegen zudem, dass gerade der Wechsel zwischen Nachmittagen an der Schule und solchen, die privaten Interessen vorbehalten sind, als ideal empfunden wird.
(Text: Dr. Rüdiger Becker)









