
Der Wahlpflichtfach-Kurs “Wirtschaft und Verwaltung” 10 besuchte zusammen mit seinem Kurs-Lehrer Ralf Breuer die Kreisverwaltung Ahrweiler und erhielt Informationen über den Kreis Ahrweiler, die Kreisverwaltung als Arbeitgeber und die Wirtschaftsförderung im Kreis Ahrweiler.

Christian Weidenbach von der Abteilung Wirtschaftsförderung gab zahlreiche Hintergrundinformationen zur Existenzgründung und zum Erstellen eines Businessplanes, der gerade bei den Boeselager-Realschülern in “WuV” auf dem Stundenplan steht.

Vielen Dank für den spontan organisierten Projekttag “Wirtschaft und Verwaltung” an Christian Weidenbach und Tino Hackenbruch von der Wirtschaftsförderung des Kreises Ahrweiler!
Geschichtsunterricht einmal anders – Boeselager-Realschüler zu Besuch im Kreishaus zum Vortrag und zur Ausstellung

Gisela Schmütz berichtete den Boeselager-Realschülern über ihre Flucht im Zweiten Weltkrieg
Der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler einer Klasse 10 sind der Zweite Weltkrieg sowie die mit ihm verbundene Flucht und Vertreibung tausender Familien sehr fern. Auch im familiären Bereich gibt es immer seltener Berührungspunkte, da die Generation der Zeitzeugen kaum noch zur Verfügung steht. Daher nahmen die Klassen 10 der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler sehr gerne die Möglichkeit wahr, am 29.05.2017 in den Räumlichkeiten des Kreishauses Ahrweiler den Berichten von Eberhard Schimansky und Gisela Schmütz über deren Flucht zum Ende des Zweiten Weltkrieges aus Oberschlesien und Pommern zu folgen. Geleitet wurde die Veranstaltung von Mechthild Haase (Biografie-Projekt, Caritas) und Marita Cwik-Rosenbach (Kulturreferentin des Kreises Ahrweiler).
Sehr eindrucksvoll berichteten die beiden Referenten über die Entbehrungen und das Leid, welches sie auf ihrer Flucht erlebten. Untermalt wurden die Ausführungen durch Fotos und Kartenmaterial. Die Jugendlichen wurden mitgenommen auf eine Reise, auf der Hunger, Tod, Verlust und unmenschliche Zustände zum Alltag der damaligen Kinder gehörten. Eberhard Schimansky machte deutlich, dass sie zu einer Generation gehörten, denen die Kindheit gestohlen wurde. Sowohl Eberhard Schimansky als auch Gisela Schmütz schilderten sehr eindrucksvoll, was es heißt, das vertraute Zuhause innerhalb von zwei Stunden räumen zu müssen, in der Gewissheit, es niemals wiederzusehen. Beide schilderten die langen Fußmärsche und Transporte in Viehwagons und auf Schiffen, die Angst, sich unterwegs zu verlieren, den täglichen Kampf ums Überleben und gegen den Hunger.

Mit Hilfe von Kartenmaterial und Fotos wurde die Flucht bildlich dargestellt
Im Anschluss an die Vorträge stellte Eberhard Schimansky den Kinder die Aufgabe, einmal zu überlegen, was sie aus ihrem jetzigen Leben mitnehmen würden, wenn sie innerhalb der nächsten beiden Stunden ihr Zuhause für immer verlassen müssten. Dadurch wurde allen noch einmal schmerzlich bewusst, was der Abschied aus der Heimat für die Familien bedeutete.

Eberhard Schimansky machte den Jugendlichen deutlich, was es heißt fliehen zu müssen
Besondere Aktualität erhielt der Besuch im Kreishaus dadurch, dass zurzeit einige Kinder, die aus ihren Heimatländern vor Krieg und Gewalt geflohen sind, an der Boeselager Realschule plus Ahrweiler unterrichtet werden. Zwei Mädchen kamen mit den beiden Referenten ins Gespräch und konnten von ähnlichen Erlebnissen und Gefühlen berichten.
Besonders dadurch wurde klar, dass gerade Flucht und Vertreibung ein Thema ist, was uns alle betrifft. Hier fand Geschichtsunterricht statt, der die Kinder in ihrer Lebenswelt ansprach und einen deutlichen Aktualitätsbezug aufwies. Begleitet wurden die Klassen durch die Geschichtslehrerinnen Ornina Sarkis, Esther Leinesser und Marion Bach.
(Bericht und Fotos: Marion Bach)
Zehntklässler Bastian Gilles Jahrgangsbester und Schulsieger

Die Schulsieger beim Känguru-Wettbewerb 2017 mit der Organisatorin Anne Weller und dem Schulleiter Klaus Dünker
Mit mehr als 10.000 Schulen nahmen auch wieder 122 Schülerinnen und Schüler der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus in Ahrweiler auf freiwilliger Basis am internationalen Mathematikwettbewerb “Känguru” teil.
Der Wettbewerb ist ein Multiple-Choice-Wettbewerb mit vielfältigen Aufgaben zum Knobeln, zum Grübeln, zum Rechnen und zum Schätzen, der vor allem Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken soll.
Die Jahrgangsbesten Bleona Sylejmani (Klasse 5a), Max Niederberger (Klasse 6b), Niklas Lingen (Klasse 7a), Nico Drolshagen (Klasse 8a), Jonas Nagel (Klasse 9d) und Bastian Gilles (Klasse 10d, Jahrgangsbester und Schulsieger) erhielten für ihre Leistungen eine Urkunde und einen Preis aus den Händen des Schulleiters Klaus Dünker und der Mathematikfachleiterin Anne Weller.
Den weitesten Kängurusprung machte Nick Odenbach (Klasse 6b). Er beantwortete die meisten aufeinanderfolgenden Aufgaben richtig und erhielt hierfür ein T-Shirt.
Unterstützt wurde der Wettbewerb vom Förderverein der Realschule plus, der dankenswerterweise einen Teil der Kosten übernahm. Die Fachkonferenz Mathematik gratuliert allen Siegernund freut sich darauf, wenn es im nächsten Jahr wieder heißt: “Am dritten Donnerstag im März ist Känguru-Tag.”.

Die Sportklasse 5d mit den Pferden Herriet und Karacho sowie den Trainerinnen Christine Richter (l.) und Lena Wolf (l.)
Ende Mai unternahm die Sportklasse 5d der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus aus Ahrweiler einen Unterrichtsgang zur Reitanlage Hegehof in Kalenborn.
Dort stand dann statt einer Eulenspiegel-Geschichte in Deutsch oder dem Multiplizieren in Mathe die Sportart “Voltigieren” auf dem Stundenplan der Fünftklässler. Ihre Klassenleiterin und Sportlehrerin Steffi Schneider, in jungen Jahren selbst einmal Rheinland-Pfalz-Meisterin im Voltigieren, wollte ihren Schülern diese Sportart etwas näher bringen und organisierte daher den Unterrichtsgang zum Hegehof in Kalenborn.

Pascal (5d) bei einer Gleichgewichtsübung zur Übung der Koordination mit Softball auf dem Pferd
In Kalenborn angekommen lernten die Boeselager-Realschüler die beiden Pferde “Herriet” und “Karacho” kennen und erhielten anschließend noch zwei Stunden Schnuppertraining durch die beiden Trainerinnen Lena Wolf und Christine Richter. Beim Voltigieren handelt es sich um eine Sportart, bei der turnerische und akrobatische Übungen auf einem sich an einer Longe im Kreis bewegenden Pferd ausgeführt werden. Neben dem turnerischen Können sind, wie in allen Pferdesportarten, auch Wissen und Können im Umgang mit dem Pferd von besonderer Wichtigkeit.
Für viele Schülerinnen und Schüler war dieser Unterrichtsgang die erste Berührung mit einem Pferd. So lernten sie auch, dass Pferde eine ganz andere Wahrnehmung als Menschen haben und unter anderem auch viel geräuschempfindlicher sind.

Schulsanitäter der Boeselager-Realschule Ahrweiler bei Kevelaer Wallfahrt
Bei bestem Wetter konnten rund 35 Pilger aus Sinzig und aus Hürth an der 33. Kevelaer Wallfahrt der Malteser der Erzdiözese Köln teilnehmen. Unterstützt wurden die Organisatoren diesmal von zwei erfahrenen Schulsanitätern der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus aus Ahrweiler.
Jährlich sind bei dieser Wallfahrt kranke, ältere, demente und behinderte Menschen, davon viele in Rollstühlen, Gäste der Malteser, denn für viele ist diese Wallfahrt eine der wenigen Möglichkeit, dem Alltagstrott zu entkommen.
So halfen dieses Mal Nils und Hendrik, beide Schulsanitäter der Boeselager-Realschule Ahrweiler, den Rollstuhlfahrern und zogen gemeinsam mit zahlreichen Bannerträgern und Ordensmitgliedern des Malteser Ordens in der Basilika in Kevelaer ein.
Auch beim anschließenden Mittagessen mit den über 1250 Teilnehmern zeigten die beiden Zehntklässler ihre Hilfsbereitschaft und servierten den Pilgern das Menüe aus der Feldküche der Malteser. Hendrik und Nils begleiteten die Pilger am Nachmittag zu den anderen Wallfahrtskapellen und Sehenswürdigkeiten innerhalb des Ortes.
“Wir danken den beiden jungen Helfern, denn durch deren Engagement wurde diese Tour für uns sehr angenehm.“, “Schön, dass es noch so hilfsbereite Jugendliche gibt, die uns hoffentlich auch nächstes Jahr begleiten“, so die Worte der dankbaren Pilger. „Uns hat die Hilfe der beiden Schulsanitäter sehr entlastet, da wir zwischenzeitlich viele organisatorische Aufgaben zu erledigen hatten und manchmal einfach Hände zu wenig haben“, dankten Karin und Heribert Gerstenmeyer, die auch die AG Schulsanitätsdienst an der Boeselager-Realschule Ahrweiler betreuen, den beiden Helfern Nils und Hendrik.

Qualifikation für Regionalentscheid
Einen sehr großen Erfolg im Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ konnte die Fußballmannschaft Wettkampf II der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler feiern.
Kurz vor den Osterferien qualifizierte sich das Team von Sportlehrer Markus Lochner für den Regionalentscheid und gehörte schon vor dem Turnier zu den neun besten Mannschaften in ganz Rheinland-Pfalz.
Im Regionalentscheid Koblenz, der am 15.05.2017 im Apollinaris-Stadion in Bad Neuenahr stattfand, traf man auf die Schulmannschaften des MonsTabor Gymnasiums Montabaur und des Gymnasiums Hargesheim.
“Es sollte nicht sein…”
Leider waren die beiden Gegner aus Montabaur und aus Hargesheim beim Regionalentscheid eine Nummer zu groß für die Boeselager-Schüler. Sportlehrer und Coach des Boeselager-Teams Markus Lochner ist dennoch stolz auf seine Fußballer: „Gemessen an der immensen Konkurrenz ist unser Erfolg, als Realschule mit 600 Schülern bis ins Regionalfinale vorgestoßen zu sein und zu den besten Teams in RLP zu gehören, als wirklich besonders zu bezeichnen. Wir brauchen uns sportlich in Sachen Fußball vor keiner Schule mehr zu verstecken.“
Aber auch die Schüler sind mit ihrer Leistung zufrieden – Zehntklässler Felix Witthaus zum Turnier: “Mit einer guten Einstellung im Spiel gegen Montabaur haben wir gekämpft, aber leider 0:3 verloren. Im zweiten Spiel gegen Hargesheim waren wir lange auf Augenhöhe, aber dann kamen die einzelnen Stärken der Hargesheimer zum Vorschein und so verloren wir das Spiel ebenfalls mit 0:4.” Auch Mitspieler Fabian Lorca äußerte sich zu den beiden Spielen: ”Wir haben sehr gut zusammengehalten und bis zur letzten Sekunde gekämpft. Leider hat es am Ende nicht zum Weiterkommen ins Landesfinale nach Kaiserslautern gereicht. Aber wir waren eine tolle Truppe!”
Für die Boeselager Realschule spielten:
Milot Istogu, Felix Witthaus, Eliah Schneider, Fabian Lorca, Nic Löhr, Dominik Bous, Patrick Heuser, Martin Gilles, Lars Hammerschmidt, Louis Baltes, Dario Kriechel, Luca Galdino, Benjamin Niederberger
“Danke, Jungs!”

Die Boeselager-Realschüler nach getaner Arbeit mit dem gesammelten Müll zurück an der Schule
Die Achtklässler der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler beteiligten sich dieses Jahr am “Dreck-Weg-Tag” der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Hierbei befreiten sie an einem Samstag die Gegend rund um ihre Schule vom Müll: das Schulgelände selbst, die Piuswiese und Teile der Ahrallee.

Die jungen Boeselager-Realschüler waren erstaunt, was da alles an Müll zusammen kam – sogar eine alte Wäschetrommel wurde aus der Ahr geangelt.
Betreut wurde diese Aktion durch die Klassenleitungen der Klassen 8.
Im April fand an der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler einmal Unterricht der ganz anderen Art statt: Immer wieder raste ein mit Fünftklässlern besetzter PKW über den Schulhof und machte Vollbremsungen – begleitet durch begeisterte Rufe der Zuschauer.

Die Klasse 5c mit ihrer Klassenleiterin Ute Schäfer und der Formel für den Anhalteweg
Geschehen war dies alles im Rahmen der ADAC-Aktion “Achtung Auto” unter Leitung von Peter Böhm, der die Verkehrserziehung der Schule durch diese Aktion tatkräftig unterstützte und den Kindern mit viel Spaß und sehr eindrücklich verdeutlichte, wie lange ein Auto schon bei geringer Geschwindigkeit benötigt, um anzuhalten.
Dass die Kinder dies schlecht einschätzen können, kann leider auch immer wieder beobachtet werden, wenn sie geradeso vor Autos oder Bussen über die Straße laufen.

Spielerisch erfuhren die Schüler am eigenen Leib, wie schwierig es ist sofort anzuhalten
Die “trockene” Theorie wurde sofort durch Übungen überprüft. So sprinteten die Mädchen und Jungen auf ein Signal hin los, um dann auf ein Zeichen des ADAC-Trainers hin schnellstmöglich zum Stehen zu kommen. Sie erkannten auf diese Weise sehr schnell, dass neben dem reinen Bremsweg auch die Reaktionszeit (Reaktionsweg) eine große Rolle spielt und beide Faktoren zusammen den Anhalteweg ausmachen.
Durch den Wettbewerbscharakter wurde auch deutlich, dass der Anhalteweg sehr unterschiedlich sein kann. Die Formel “Reaktionsweg + Bremsweg= Anhalteweg” bleibt dadurch hoffentlich im Gedächtnis der Schülerinnen und Schüler.

Das Highlight: Jeder “erfuhr” den Bremsweg eines Autos mit dem ADAC-Trainer
Höhepunkt der Aktion war dann die Fahrt im PKW, den ADAC-Trainer Peter Böhm durch eine Vollbremsung zum Stehen brachte. Selbstverständlich waren die Kinder bestens im Auto gesichert und nach dieser Aktion wird wohl kein Kind mehr unangeschnallt oder ohne passende Sitzerhöhung im Auto mitfahren.
Am Ende der zweitägigen Veranstaltung waren sich Lehrer und Schüler einig, dass diese tolle Aktion für die kommenden Fünftklässler unbedingt wiederholt werden müsse. Die Mädchen und Jungen der Klasse 5 hatten eine spannende Einführung in die Gefahren des Straßenverkehrs, die sie nun besser einschätzen können.
(Text: Marion Bach/Fotos: Michelle Maasch)

Die Wanderausstellung der Opferschutz-Organisation Weisser Ring mit Schülerarbeiten zum Thema Mobbing macht in der Kreisverwaltung Ahrweiler Station.
Die Fotos, Plakate und ein selbstgedrehter Film wurden von Schülern der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler gestaltet.
Die Werke sind bis 3. Mai im Foyer des Kreishauses zu sehen, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Wilhelmstraße 24-30.
Mobbing bedeutet, dass eine Person von anderen Menschen in ihrem Umfeld dauerhaft schikaniert, belästigt, bloßgestellt, beleidigt oder ausgegrenzt wird. Wer Mobbing über längere Zeit ausgesetzt ist, reagiert meist niedergeschlagen, mit Verlust des Selbstbewusstseins und kann erkranken. Dann ist tatkräftiges Handeln angesagt. Mit Einfallsreichtum und Eigeninitiative haben die Schüler entsprechende Ideen erarbeitet.
Der Weisse Ring mit seiner Außenstelle Ahrweiler kümmert sich unter anderem um solche Opfer. Zu ihrem 40. Jubiläum hat die Organisation gemeinsam mit der Boeselager-Realschule das Mobbingprojekt ausgeschrieben.
Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler












