Diana Dreher: Stimme der Elternschaft

On 6. Januar 2026, in Personalia, by Ralf Breuer

Interview mit Diana Dreher

Mit Diana Dreher steht seit dem vergangenen Jahr eine engagierte Elternvertreterin an der Spitze des Schulelternbeirats (SEB) der Boeselager-Realschule Ahrweiler. Bereits seit der Zeit nach der Flutkatastrophe ist sie im SEB aktiv und begleitet den Wiederaufbau der Schule kritisch, konstruktiv und mit großem Einsatz für die Interessen der Elternschaft.
Im Interview spricht sie über ihre Motivation für dieses Ehrenamt, die Zusammenarbeit mit Schulleitung und Kollegium sowie über die Herausforderungen des weiterhin sehr langsamen Wiederaufbaus.


Mit Engagement und Verantwortung: Diana Dreher vertritt die Interessen der Eltern an der Boeselager-Realschule

Mit Engagement und Verantwortung: Diana Dreher vertritt die Interessen der Eltern an der Boeselager-Realschule

Frau Dreher, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl als Vorsitzende des Schulelternbeirats. Möchten Sie sich kurz vorstellen und erzählen, was Sie zu diesem Engagement motiviert hat?
Mein Name ist Diana Dreher, ich bin 49 Jahre alt, verheiratet, Mutter von zwei Kindern, arbeite im öffentlichen Dienst und wohne in der Grafschaft. Unser Sohn war bis zum Sommer 2021 Schüler an der Philipp-Freiherr-von-Boeselager-Realschule. Im selben Jahr wechselte unsere Tochter an die Boeselager-Realschule – kurz nach der Flutkatastrophe.

Als im Herbst 2021 die Wahl zum Schulelternbeirat stattfand, war mir bewusst, dass der SEB und auch die Schulleitung in dieser besonderen Situation Unterstützung beim Wiederaufbau benötigen würden. Deshalb habe ich mich damals für die Mitarbeit im SEB zur Verfügung gestellt. Da ich die Arbeit in den vergangenen vier Jahren als sehr interessant und sinnvoll empfunden habe, habe ich im Sommer 2024 den Vorsitz übernommen und freue mich, dass ich in diesem Jahr erneut gewählt wurde.

Welche Aufgaben umfasst Ihr Amt als Vorsitzende des Schulelternbeirats und was ist Ihnen dabei persönlich besonders wichtig?
Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem die Abstimmung von Terminen und Themen der SEB-Sitzungen mit der Schulleitung sowie die Teilnahme an den Gesamtkonferenzen der Schule. Als Mitglied des Schulausschusses nehme ich außerdem an außerordentlichen Sitzungen teil, etwa bei angedrohten Schulausschlüssen oder bei der Beratung über Teilnahmen an Wettbewerben.

Darüber hinaus koordiniert der SEB beispielsweise die Bewirtung der Cafeteria am Tag der offenen Tür. Persönlich ist mir besonders wichtig, dass Anregungen und Anliegen der Eltern an die Schulleitung weitergegeben werden und die Interessen der Elternschaft angemessen vertreten sind.

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit zwischen Elternschaft, Kollegium und Schulleitung an unserer Schule?
Die Zusammenarbeit zwischen dem Schulelternbeirat, der Schulleitung und dem Kollegium empfinde ich als sehr aufgeschlossen, freundlich und kommunikativ. Mit der Schulleitung besteht eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit. Verbesserungspotenzial gibt es sicherlich immer und überall, dies kann ich im Einzelnen jedoch nicht konkret beurteilen.

Der Wiederaufbau der Schule verläuft seit Jahren sehr langsam und wird von vielen als schwer nachvollziehbar empfunden. Wie nehmen Sie diese Situation als Elternvertreterin wahr?
Seit dem Jahr 2021 ist der Wiederaufbau ein fester Bestandteil unserer SEB-Sitzungen. Sämtliche Absprachen müssen mit dem Schulträger sowie verschiedenen Institutionen getroffen werden. Genehmigungen und finanzielle Entscheidungen verzögern sich häufig aufgrund der Abläufe in der öffentlichen Verwaltung. In der letzten SEB-Sitzung wurden immerhin die neuesten Planungen inklusive einer Zeitschiene vorgestellt.

Die aktuelle Situation ist für die gesamte Schulgemeinschaft sehr belastend. Die Einschränkungen durch den anhaltenden Wiederaufbau sind überall spürbar – in den Klassenräumen, auf dem Schulhof und auch im Lehrerzimmer. Ich wünsche mir sehr, dass die Verfahren zum Wohl der Schulgemeinschaft beschleunigt werden, damit wieder ein möglichst normaler Schulalltag stattfinden kann.

Was liegt Ihnen für die Elternarbeit in den kommenden Monaten besonders am Herzen?
Mir ist vor allem wichtig, dass der Wiederaufbau der Schule zügig voranschreitet und dass spezielle Wünsche der Schulgemeinschaft bei der weiteren Planung berücksichtigt werden. Außerdem möchten wir die Schülervertretung bei verschiedenen Projekten unterstützen. Darüber hinaus gibt es noch einige Themen, die der Schulelternbeirat gerne anstoßen möchte, die aber aktuell noch nicht abschließend besprochen sind.

Was wünschen Sie sich persönlich für die Zukunft der Boeselager-Realschule?
Ich wünsche mir, dass die Schulgemeinschaft weiterhin positiv bleibt und dass die Boeselager-Realschule nach dem Wiederaufbau wieder eine moderne, zukunftsfähige Schule wird.

Vielen Dank für dieses Interview und alles Gute!

 

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Ingrid Meumerzheim vom Schulelternbeirat der Boeselager-Realschule (500,- € Spende) und Richard Lindner von der Kreissparkasse Ahrweiler (200,- € Spende) konnten sich vor Ort von der Freude der Boeselager-Realschüler über die neuen Spielgeräte überzeugen

Ingrid Meumerzheim vom Schulelternbeirat der Boeselager-Realschule (500,- € Spende) und Richard Lindner von der Kreissparkasse Ahrweiler (200,- € Spende) konnten sich vor Ort von der Freude der Boeselager-Realschüler über die neuen Spielgeräte überzeugen

Die Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler bietet seit nun 8 Jahren ein individuelles und kostenfreies Nachmittagskonzept für ihre Schülerinnen und Schüler an. Bei diesem Konzept, das Mittagessen, Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag in flexibler Form kombiniert, ist es wichtig, dass die Schüler zwischen Unterrichtsende bzw. Mittagessen und beginnender Nachmittagsbetreuung auch die Möglichkeit, haben sich genügend zu bewegen, sich in der frischen Luft auszutoben.

Durch eine großzügige Spende von insgesamt 700 € konnte den Schülerinnen und Schülern das bereits bestehende Angebot an Sportgeräten, wie z.B. Pedalos, nun durch verschiedenste Spielgeräte ergänzt werden. So wurden in den letzten Tagen jede Menge Partner- und Gemeinschaftsspiele, die die Geschicklichkeit, Kooperation, Konzentration und Ausdauer fördern, angeschafft: Schwungtuch, Basketball, Kegeln, Tischtennis, Hockey, Badminton, Volleyball, Frisbee, Indiaca-Tennis, Football, Handball, Circle Jump, Fußball, Tennis, OgoSportball, Scoopspiel, Ringwurfspiel.

Bei der offiziellen Spendenübergabe nach den Osterferien bedankten sich Schulleiter Timo Lichtenthäler und die didaktische Koordinatorin Karina Heusch, die im Schulleitungsteam für die Nachmittagsbetreuung zuständig ist, bei Ingrid Meumerzheim vom Schulelternbeirat der Boeselager-Realschule (500,- € Spende) und bei Richard Lindner von der Kreissparkasse Ahrweiler (200,- € Spende) für deren Unterstützung. Bei diesem Termin konnten sich Lindner und die Mitglieder des Schulelternbeirats auch vom Spaß der Kinder an den Spiel- und Sportgeräten überzeugen.