Kurz vor der Landtagswahl machte die ModS-Tour der AG Offenen Jugendarbeit Station an unserer Schule. „ModS“ steht für Mobil der Stimmen – ein Projekt, das immer dann durch die weiterführenden Schulen des Landkreis Ahrweiler tourt, wenn Wahlen bevorstehen.

Für unsere Klassenstufen 9 und 10, begleitet von ihren Sozialkundelehrerinnen Esther Leinesser und Sarah Dorsbach, bot sich damit eine besondere Gelegenheit, Politik nicht nur theoretisch im Unterricht zu behandeln, sondern aktiv zu erleben. In Kooperation mit den Jugendbüros des Kreises – darunter auch das Kinder- und Jugendbüro der Gemeinde Grafschaft – setzten sich unsere Schülerinnen und Schüler intensiv mit der bevorstehenden Landtagswahl 2026 auseinander.
Der Einstieg in das Projekt erfolgte über ein interaktives Quiz mit Fragen rund um die Wahl. Auf diese Weise wurde vorhandenes Wissen aktiviert und zugleich Neugier auf politische Zusammenhänge geweckt. Anschließend arbeiteten die Klassen in abwechslungsreichen Workshops zu Themen wie „Parteien und Politiker“ oder „Wenn ich in der Politik wäre – was wären meine Themen?“. Dabei standen insbesondere Fragestellungen im Mittelpunkt, die Jugendliche unmittelbar betreffen, etwa Bildung, Digitalisierung oder Mitbestimmung.
Ein besonderes Highlight war das abschließende Planspiel: Unsere Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rolle von Abgeordneten, bestimmten per Abstimmung ein Debattenthema – zur Auswahl standen „Wahlen ab 16“, „Handyverbot an Schulen“ oder „KI – Verbot an Schulen“ – und diskutierten anschließend engagiert die unterschiedlichen Positionen. Informiert durch die Parteihaltungen entwickelten sie Argumente, tauschten Standpunkte aus und erlebten am Ende eine Abstimmung wie im Parlament.

Für die Von Boeselager Realschule Ahrweiler ist die Teilnahme an der ModS-Tour ein wichtiger Baustein politischer Bildung. Demokratie wird hier nicht nur erklärt, sondern erfahrbar gemacht. Die Rückmeldungen aus den Klassen zeigen: Das Interesse an politischen Themen ist groß – besonders dann, wenn sie die eigene Lebenswelt betreffen.
Wir bedanken uns bei den beteiligten Jugendbüros für die gelungene Zusammenarbeit und freuen uns, unseren Schülerinnen und Schülern durch solche Projekte immer wieder neue Zugänge zur politischen Bildung eröffnen zu können.
(Text & Fotos: Esther Leinesser)









