Abriss der St.-Pius-Kirche verändert auch den Blick von unserer Schule

Jahrelang der Anblick am Morgen auf dem Weg zur Boeselager-Realschule Ahrweiler – jetzt fehlt was: die St. Pius-Kirche © Ralf Breuer
Wer in den vergangenen Tagen aus einem Fenster unserer Schule in Richtung St. Pius geschaut hat, musste sich erst einmal an den neuen Anblick gewöhnen. Wo jahrzehntelang die markante Kirche stand, klafft inzwischen eine große Lücke. Nach und nach verschwanden Mauern, Dach und schließlich die letzten sichtbaren Teile des Gotteshauses.
Für unsere Schule war St. Pius schließlich nicht irgendeine Kirche in Ahrweiler. Sie war unsere direkte Nachbarin – und damit für Generationen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Mitarbeitenden ganz selbstverständlich Teil des täglichen Blicks. Man musste dafür nicht einmal besonders aufmerksam sein: St. Pius war einfach da.

Über viele Jahrzehnte gehörte St. Pius ganz selbstverständlich zum Blick von unserer Schule – wie hier im Winter 2022. © Ralf Breuer
Seit ihrer Weihe im Jahr 1969 prägte die Kirche das Bild an der Schützenstraße. Auch wer mit Kirche vielleicht nicht besonders viel am Hut hatte, kannte das Gebäude. Schülerinnen und Schüler liefen daran vorbei, blickten aus Klassenräumen darauf oder hatten den markanten Bau auf dem Schulweg vor Augen. St. Pius gehörte zur unmittelbaren Nachbarschaft – ähnlich selbstverständlich wie der Schulhof, die Sporthalle oder die Ahr. Und auch der vertraute Glockenschlag des Kirchturms gehörte in den vergangenen Jahren einfach dazu – so sehr, dass man ihn oft erst dann richtig wahrnimmt, wenn er plötzlich fehlt.

Immer ein markanter Orientierungspunkt in Ahrweiler – der St. Pius-Turm © Ralf Breuer
Außerdem fanden bis zur Corona-Pandemie zahlreiche Gottesdienste und Andachten mit schulischem Bezug in St. Pius statt.

Bis 2019 war der Abschlussgottesdienst in St. Pius immer der Auftakt unserer Abschlussfeiern – so wie hier im Jahr 2015. © Ralf Breuer
Dann kam die Flut in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021. Auch die Kirche wurde schwer getroffen. Das Wasser stand meterhoch im Gebäude und hinterließ massive Schäden. Lange war deshalb unklar, wie es mit St. Pius weitergehen würde. Inzwischen steht fest: Eine Zukunft für das Gotteshaus an dieser Stelle gibt es nicht mehr.

Die Flut vom Juli 2021 traf auch unsere direkte Nachbarin St. Pius schwer – hier ein Foto vom 20.07.2021. © Ralf Breuer
Nicht zu vergessen ist auch die Nutzung des Eingangsbereichs des ehemaligen Pfarrhauses als “Kommunikationstreffpunkt” nach der Flut 😉

Das Pfarrhaus – und damit ein “Kommunikationstreffpunkt” unserer Schüler – musste als erstes Gebäude weichen… © Ralf Breuer
In den Sommerferien 2026 war es dann soweit und die Abrissbagger rückten an.

Stück für Stück verschwand das vertraute Gebäude – wie hier der Turm am 27. Juli. © Ralf Breuer
Und auch wenn ein Abrissbagger natürlich nicht unbedingt für romantische Momente bekannt ist, wurde einem beim Zuschauen doch ein wenig wehmütig zumute. Denn mit jedem Stück Mauer verschwand eben auch ein Stück vertraute Umgebung.
Gerade Schule lebt von Veränderungen. Schülerinnen und Schüler kommen, verbringen einige Jahre bei uns und ziehen irgendwann weiter. Kolleginnen und Kollegen wechseln, Gebäude verändern sich und nach der Flut hat sich rund um unsere Schule ohnehin vieles gewandelt. Trotzdem gibt es Dinge, bei denen man irgendwie davon ausgeht, dass sie einfach bleiben. St. Pius war so etwas.

Blick vom immer noch provisorischen Verwaltungscontainer unserer Schule am 10.08.2026 © Ralf Breuer

Blick vom immer noch provisorischen Verwaltungscontainer unserer Schule am 12.08.2026 © Ralf Breuer
Ein ungewohnter Anblick: Von der einstigen Kirche waren während der Abrissarbeiten zeitweise nur noch einzelne Gebäudeteile übrig.

Blick vom immer noch provisorischen Verwaltungscontainer unserer Schule am 13.08.2026 © Ralf Breuer

Blick vom immer noch provisorischen Verwaltungscontainer unserer Schule auf das letzte Stück St. Pius am 20.08.2026 © Ralf Breuer
Inzwischen ist der Abriss weitgehend vollzogen. Wer heute in diese Richtung schaut, sieht plötzlich Himmel und eine ungewohnte freie Fläche. Vermutlich wird es gar nicht lange dauern, bis sich auch dieser Anblick normal anfühlt. So ist das schließlich mit Veränderungen. Ein bisschen merkwürdig bleibt es trotzdem. Denn wenn ein Gebäude fast sechs Jahrzehnte lang zum täglichen Bild gehört hat, verschwindet mit den letzten Steinen eben doch mehr als nur Beton. So sind wir gespannt, was in der Zukunft auf der noch freien Fläche entsteht und wer unser neuer Nachbar wird.

Blick aus Haus 3 unserer Schule auf das nun “leere” Nachbarschaftsgrundstück am 21.08.2026 © Ralf Breuer
Für unsere Schule endet mit dem Abriss der Kirche ein kleines Stück Nachbarschaftsgeschichte. Auch der Autor dieser Zeilen wird den Anblick der St. Pius-Kirche früh morgens beim Einbiegen von der Pius-Brücke in die Schützenstraße in den nächsten Jahren vermissen.
(Text & Fotos: Ralf Breuer)
Knapp 80 Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule Ahrweiler lernten im Rahmen einer Einführungswoche ihre neue Schule kennen.
Die erste Woche verbringen die aus den Grundschulen gewechselten Kinder traditionell zunächst im Klassenverband mit ihren neuen Klassenleitungen. So wird der Übergang an die weiterführende Schule behutsam gestaltet, indem alle zunächst einmal ihre neue Klassengemeinschaft kennen lernen und sich an die neue Umgebung gewöhnen können.
Zum Programm der Einführungswoche gehören beispielsweise Kennenlernspiele, teambildende gemeinschaftliche Aktionen oder die Erkundung des Schulgebäudes und des näheren Umfeldes.
Ab der vierten Schulwoche startet dann das freiwillige Nachmittagsangebot, bei welchem alle Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe nachmittags bis 15.45 Uhr an Förderkursen, Arbeitsgemeinschaften oder an der Hausaufgabenbetreuung teilnehmen können.
Herzlich willkommen an unserer Schule!
–> IServ-Adresse der Schule: boeselager-real.schule
Als Eltern erhalten Sie in der IServ-Schulplattform einen eigenen Account, mit dem Sie alle wichtigen organisatorischen Infos rund um Ihr Kind bzw. Ihre Kinder im Blick behalten und mehrere Aufgaben gleich digital
erledigen können. Mit dieser Kurzanleitung möchten wir Ihnen den Einstieg in die Arbeit mit der IServ Schulplattform erleichtern und Ihnen den einen oder anderen Tipp an die Hand geben.
I. Registrierung
• Registrierungscode (QR-Code haben Sie von der Schule erhalten) einscannen
• Sie benötigen eine private E-Mail-Adresse (Anmeldung, Empfangen von
Benachrichtigungen, ggf. Änderung des Passworts).
• Sie benötigen einen eigenen Elternaccount.
(Über den Account Ihres Kindes sind manche Module nicht verfügbar!)
Anmeldung:
1. Browser öffnen,
2. Adresse eingeben: boeselager-real.schule
3. Anmeldedaten eingeben (erhalten Sie bei der Registrierung)
II. App-Nutzung
1. App herunterladen
2. Adresse eingeben: boeselager-real.schule
3. Anmeldedaten eingeben
Sie erhalten bei aktiver Anmeldung Push-Benachrichtigungen.
III. Elternbriefe
• Öffnen, beantworten und übersetzen von Elternbriefen
• Woran erkenne ich, dass ich noch auf einen Elternbrief reagieren muss?
IV. Abwesenheiten
• Wie melde ich mein Kind krank bzw. abwesend?
• Wie erfahre ich, ob die Abwesenheit meines Kindes entschuldigt wurde?
V. Messenger
• Wie kann ich einen neuen Raum mit einer Lehrkraft erstellen?
• Welche Funktionen stehen im Messenger-Raum zur Verfügung?
VI. Passwort vergessen – was nun?
Sie können Ihr Passwort jederzeit auf der Anmeldeseite zurücksetzen:
1. Internetseite der IServ Schulplattform aufrufen: boeselager-real.schule
2. „Passwort vergessen“ → Anfordern einer E-Mail mit Wiederherstellungslink
Das selbstständige Zurücksetzen des Passwortes funktioniert nur für Elternaccounts. Die Schüleraccounts können von den Lehrkräften zurückgesetzt werden.
Liebe Schulgemeinschaft,
aufgrund der zu erwartenden hohen Außentemperaturen unterrichten wir kommenden Donnerstag und Freitag in Kurzstunden. Demnach endet für alle der Unterricht um 11.20 Uhr.

Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler verabschiedet sechs engagierte Kolleginnen und Kollegen
Mit persönlichen Worten, viel Anerkennung und einigen humorvollen Erinnerungen hat das Kollegium der Boeselager-Realschule plus am 25. Juni 2026 sechs Kolleginnen und Kollegen verabschiedet. Die Wege, die sie an die Schule geführt hatten, waren sehr unterschiedlich – vom Einsatz während des Studiums über PES-Vertretungsverträge bis hin zu mehreren Jahrzehnten engagierter Arbeit im Schuldienst und in der Schulleitung. Gemeinsam war ihnen jedoch ihr großer Einsatz für die Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen einer Dienstbesprechung vor den Sommerferien wurden sie von der Schulleiterin Bettina Lanzerath, dem Personalrat sowie Vertreterinnen und Vertretern der Fachschaften verabschiedet.

Schulleiterin Bettina Lanzerath mit den verabschiedeten Vertretungslehrern Joshua Köhler, Corinna Lanzerath und Rene Windhäuser
Eher zufällig hatte die Schule Joschua Köhler kennengelernt. Bei einem Gespräch stellte sich heraus, dass er mit Englisch und Sport genau die gesuchte Fächerkombination mitbrachte. Bereits während seines Studiums unterstützte er die Schule an zwei vollen Tagen pro Woche. Dabei übernahm er schnell Verantwortung, fand mit seiner offenen Art einen guten Zugang zu den Jugendlichen und begleitete verschiedene Sportveranstaltungen.
Auch die Zusammenarbeit mit Rene Windhäuser begann mit einer glücklichen Fügung. Über die ADD erhielt die Schule seine Kontaktdaten und gewann mit ihm zunächst eine Lehrkraft für Englisch. Nach seinem Studium entschied er sich, vor dem Referendariat zunächst mit voller Stelle an der Boeselager-Realschule zu arbeiten. Besonders hervorgehoben wurde seine Bereitschaft, zusätzlich das für ihn fachfremde Wahlpflichtfach Wirtschaft und Verwaltung in den Klassenstufen 8 bis 10 zu übernehmen. Damit leistete er einen wichtigen Beitrag dazu, das vollständige Fächerangebot aufrechterhalten zu können. Für sein bevorstehendes Referendariat wünschte ihm die Schulgemeinschaft viel Erfolg und zahlreiche bereichernde Erfahrungen.
Eine ganz besondere Geschichte verbindet die Schule mit Corinna Lanzerath. Nach ihrem Abitur im März 2020 begann sie im Oktober desselben Jahres ihr Studium und erhielt bereits im zweiten Semester ihren ersten PES-Vertrag an ihrer ehemaligen Schule. Insgesamt kam sie während ihres Studiums auf zehn Verträge, davon acht an der Boeselager-Realschule. In den vergangenen Jahren unterrichtete sie vor allem Deutsch und Ethik, sprang aber auch dort ein, wo Unterstützung benötigt wurde. Nun beginnt für sie mit dem Referendariat ein neuer Abschnitt. Auch ihr wünschte das Kollegium viel Glück und Erfolg.

Personalrat Peter Roth verabschiedet Marion Bach mit einem Präsent
Nach 23 Jahren an der Boeselager-Realschule Ahrweiler wurde auch Marion Bach verabschiedet. Seit 2003 prägte sie das Schulleben als Lehrerin für Biologie und Katholische Religion. Darüber hinaus unterrichtete sie Geschichte, Naturwissenschaften und sogar Bildende Kunst. Besonders am Herzen lagen ihr ihre Klassen und die persönliche Begleitung der Kinder und Jugendlichen. Über viele Jahre hatte sie außerdem den Fachvorsitz für Naturwissenschaften in den Klassenstufen 5 und 6 inne. Sie entwickelte Unterrichtsmodule, stellte Materialboxen zusammen und schuf Strukturen, von denen die Schule bis heute profitiert.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit war die Prävention. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern, darunter die Lebensberatungsstelle Ahrweiler, die Polizei, die AOK und der ADAC, setzte sie zahlreiche Projekte um. Dabei stand für sie stets der einzelne junge Mensch im Mittelpunkt. Ebenso offen und geradlinig setzte sie sich mit schulischen Entwicklungen auseinander und sprach Missstände konsequent an. Marion Bach wechselt an eine wohnortnähere Schule, wodurch sich ihr täglicher Arbeitsweg erheblich verkürzt. Als Erinnerung erhielt sie eine Gartendekoration aus Edelstahl in Form eines Vogelhäuschens.

Nach 24 Jahren an der Boeselager-Realschule geht Ines Stolz-Thomas in Ruhestand
In den Ruhestand verabschiedete die Schule Ines Stolz-Thomas. Seit 2002 war sie an der Boeselager-Realschule tätig und erlebte in 24 Jahren zahlreiche bauliche, organisatorische und personelle Veränderungen mit. Sie unterrichtete Englisch und Sozialkunde, zeitweise auch Ethik, und legte stets großen Wert auf qualitativ hochwertigen Unterricht. Besonders im Fach Sozialkunde setzte sie sich für demokratische Werte, Grundrechte und politische Bildung ein. Ihre Haltung zeigte sie dabei nicht nur im Unterricht, sondern auch im täglichen Miteinander. Als Klassenlehrerin hatte sie stets das Wohl ihrer Schülerinnen und Schüler im Blick und genoss deren großes Vertrauen. Auch im Kollegium wurde sie als verlässliche, klare und strukturierte Kollegin geschätzt. Für den neuen Lebensabschnitt erhielt sie einen Gutschein für eine entspannte und genussvolle Auszeit.

Johannes Morschhausen mit Bettina Lanzerath – und dem Gutschein für die Kölner Philharmonie
Mit der Verabschiedung des Zweiten Konrektors Johannes Morschhausen in den passiven Teil seiner Altersteilzeit endete ein besonders umfangreiches Kapitel. Seit dem Jahr 2000 war er Teil der Boeselager-Schule. Zunächst unterrichtete er zwölf Jahre lang Mathematik und Musik, bevor er 2012 zum Zweiten Konrektor ernannt wurde. Musik war für ihn weit mehr als ein Unterrichtsfach und begleitete ihn auch privat.
Als Mitglied der Schulleitung übernahm Johannes Morschhausen eine Vielzahl von Aufgaben. Besonders eng verbunden bleibt sein Name mit der Berufsorientierung. Er organisierte die verschiedenen Bausteine von der Potenzialanalyse über Praktika und Kooperationen mit außerschulischen Partnern bis hin zur Berufsinfobörse und zum Bewerbungstraining und entwickelte sie kontinuierlich weiter. Durch sein langjähriges Engagement entstand ein großes Netzwerk aus Betrieben, Kammern, Institutionen und Fachkräften, von dem viele Jugendliche profitierten.
Darüber hinaus war er für die Schülerinnen und Schüler des Berufsreifezweigs zuständig und suchte auch in schwierigen Situationen mit großer Beharrlichkeit nach individuellen Lösungen. Er organisierte Jahr für Jahr den Tag der offenen Tür, kümmerte sich um PES-Verträge und hielt als Fotograf zahlreiche besondere Momente des Schullebens fest.

Johannes Morschhausen verabschiedete sich mit einigen lustigen Anekdoten aus seiner Zeit an der Boeselager-Realschule Ahrweiler
Seine ausgeglichene, freundliche und hilfsbereite Art wird der Schule ebenso fehlen wie sein morgendliches Klopfen an der Tür der Schulleiterin und die Frage: „Und, wie schaut’s?“ Als Geschenk erhielt der Musikliebhaber einen Gutschein für die Kölner Philharmonie.
Die Verabschiedungen machten deutlich, wie vielfältig die Beiträge der einzelnen Kolleginnen und Kollegen zum Schulleben waren. Die Schulgemeinschaft dankte allen für ihre Verlässlichkeit, ihre Flexibilität und ihren Einsatz für die jungen Menschen. Für ihre weiteren beruflichen und persönlichen Wege wünschte sie ihnen Gesundheit, Erfolg, Gelassenheit und viele erfüllende Erfahrungen.
(Text & Fotos: Ralf Breuer)











