Die Schulsanitäter übten auch das Anlegen eines Stifnecks

Die Schulsanitäter übten auch das Anlegen eines Stifnecks

Die Schulsanitäter der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler und ihre Ausbilder planen jedes Jahr an einem Fortbildungswochenende ihre medizinischen Kenntnisse zu erweitern. Leider war es diesmal nicht möglich ins Schulungshaus nach Burg Vogelsang im Nationalpark Eifel zu fahren. Daher haben die beiden Ausbilder, Karin und Heribert Gerstenmeyer, beschlossen alle Schulsanitäter unserer Schule zu sich nach Hause einzuladen.

Im Anschluss an den Freitagvormittag in der Schule gab es noch in der Schule eine erste theoretische Ausbildungseinheit „Chronischer Erkrankungen im Kindesalter“, diesmal über Diabetes mellitus (Zuckererkrankungen). Die Schulsanitäter  erfuhren vieles über das entsprechende Krankheitsbild und dessen mögliche Folgen, die damit verbundenen Gefahren und die Herausforderungen für den Schulsanitätsdienst sowie die möglichen vorbeugenden Maßnahmen für junge Menschen. Danach ging´s mit PKWs zu unserem Übernachtungsquartier bei Gerstenmeyers.

Bei durchwachsenem Wetter folgten dort zuerst mal im Garten eine kleine Kuchenpause aus der Schulküche von Frau Fischer-Rockel und dann die ersten praktischen Ausbildungseinheiten mit Verletztendarstellern. Innerhalb des Ortes mussten wir per Orientierungssuche verschiedene Stationen anlaufen und in Zweierteams die „Verletzten“ behandeln und betreuen, per Funk „Hilfe“ organisieren und sogar einen echten Patienten verarzten.

Heribert Gerstenmeyer beim Erklären von Erste Hilfe-Maßnahmen

Heribert Gerstenmeyer beim Erklären von Erste Hilfe-Maßnahmen

Bevor abends am Lagerfeuer das Grillgut brutzelte, baute eine Gruppe wegen der Schlechtwetterlage die Schlafgelegenheiten zum Übernachten in der Garage auf, eine gute Alternative zum Zelten im Garten, die anderen fanden ihren Schlafplatz im Haus. Dank der vielen Spenden der Eltern und von Familie Gerstenmeyer fiel das Abendessen recht umfangreich aus. Zwischendurch übten die erfahrenen Sanis Nils und Hendrik mit den Neulingen im Garten noch einmal Blutdruck, Puls- und Sauerstoffsättigungmessen, die Seitenlage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung an unserer „Anne“.

Eine Nachtwanderung mit vielen Glühwürmchen und einem sportlichen Zwischenstopp am Spielplatz des Trimm-dich-Platzes rundete den Tag ab und alle fielen nach Mitternacht müde in unsere Schlafplätze.

Eine theoretische Einheit über angeborene Herzfehler und Herzerkrankungen rundete den Vormittag ab, bevor wir eine Einweisung über die Handhabung und Bedienung der Funkgeräte erhielten.

Es war ein schöner, lustiger, abwechslungsreicher und lehrreicher Übernachtungsausflug. Alle Teilnehmer hatten viel Spaß und jede Menge Möglichkeiten an realistischen Beispielen, die im Schulalltag immer wieder vorkommen, die Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen.

Im Anschluss an dieses lehrreiche Wochenende und die vielen Freitagnachmittags-Unterrichtseinheiten im Laufe des Schuljahres 2015/2016 erhielten die Schulsanitäter für die erfolgreiche Teilnahme an der “Erweiterten Erste Hilfe“ eine Bescheinigung des Malteser Hilfsdienstes e.V.

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Schulsanitäter der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler nahmen an großer Rettungsübung für Leitende Notärzte in Euskirchen teil

Abschlussübung des Malteser-Lehrgangs

Abschlussübung des Malteser-Lehrgangs

Wie jedes Jahr fand kurz vor den Herbstferien 2015 in Euskirchen eine Abschlussübung des Malteser-Lehrgangs für Leitende Notärzte und Organisatorische Leiter im Rettungsdienst statt. Auch diesmal nahmen Schüler des Schulsanitätsdienstes der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler an dieser Übung als Verletztendarsteller teil. Im Vorfeld der Übung wurden die „Laiendarsteller“ täuschend echt vom DRK-Kreisverband Euskirchen als tragische Verunglückte geschminkt.

Diesmal war das Szenario folgendermaßen beschrieben: Beim Besuch eines Klärwerkes in Kessenich von einer schulischen Arbeitsgemeinschaft kommt es durch Missgeschick und Manipulationen an der Technik zu einer Explosion in dieser Einrichtung. Unsere Schulsanitäter, die das ganze Jahr von ihrer Leiterin Karin Gerstenmeyer und ihrem Ausbilder Heribert Gerstenmeyer in Erste-Hilfe ausgebildet werden, sahen bei dem Szenario als Verletztendarsteller, wie die eintreffenden Fachkräfte der Rettungswagen eine Großschadenslage fachgerecht und logistisch abarbeiteten.

Alex, Marcel und Nils als Opfer des Klärwerksexplosion

Alex, Marcel und Nils als Opfer der Klärwerksexplosion

Rußverschmierte Gesichter, offene Bauchwunden, durch Glasscherben hervorgerufene Schnittwunden, große und kleine Hämatome, pulsierende Schlagaderverletzungen, zum Teil mit fliesender blutroter Flüssigkeit, zerrissene Kleidung, geschlossen und offene Knochenbrüche galt es für die eintreffenden RTWs des Regelrettungsdienstes des Kreises Euskirchen zusammen mit den Notärzten zu versorgen. Die vielen verletzten und traumatisierten Schülerinnen und Schüler mussten trotz großer simulierter Schmerzen auf die fachgerechte Hilfe warten, um von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk evakuiert und von den Notärzten und Rettungskräften behandelt zu werden. Die erst eintreffenden Rettungskräfte richteten eine Patientenablage ein, um darin die Verletzten zu sichten und einzelne „Patienten“ per bereitstehender RTWs aller Hilfsorganisationen in die umliegenden Krankenhäuser zu transportieren. So konnten unsere Schulsanis bei der „Klärwerkexplosion“ aus Patientensicht viel Neues über den Rettungsdienst erfahren und erkennen, wie wichtig ihre eigene Funktion als Ersthelfer in der Rettungskette sein kann.

Ihr täglicher Einsatz als Schulsanitätsdienst in der Boeselager-Realschule und ihre vielen feiwilligen Übungsstunden am Nachmittag oder Wochenende kommen allen Schülerinnen und Schülern der Schule zu Gute. Im letzten Schuljahr haben sie sehr oft kompetente Hilfe bei kleinen und größeren Verletzungen geleistet und unter anderem Mitschüler bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fachgerecht betreut.

Frau Gerstenmeyer mit unserem Schulsanitätsdienst

Frau Gerstenmeyer mit unserem Schulsanitätsdienst

AG-Leiterin Karin Gerstenmeyer erteilt als Malteser-Ausbilderin in der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule auch Erste Hilfe Kurse für Neunt- und Zehntklässler, insbesondere für die Schüler des Wahlpflichtfaches Sport und für Führerscheinaspiranten.

Bericht: Karin Gerstenmeyer

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Schulsanitätsdienst der Boeselager-Realschule bildete sich fort

Bei der Simulation eines Großunfalls wird die Zusammenarbeit der Helfer geprobt

Bei der Simulation eines Großunfalls wird die Zusammenarbeit der Helfer geprobt

Am zweiten Oktoberwochenende verbrachten 21 Schülerinnen und Schüler der Schulsanitätsdienste (SSD) der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler, des Bischöflichen Cusanus Gymnasium Koblenz und des Johannes-Gymnasiums Lahnstein drei Tage im Jugend-, Natur- und Umweltbildungshaus des DRK in Vogelsang im Nationalpark Eifel, um eine Fortbildung Rund um den Schulsanitätsdienst zu erleben. „Helfen lernen und sich einsetzen für die anderen, soziales Engagement für Mitschülerinnen und Mitschüler“- lautete das Motto dieses Lehrgangs.

Unter der Leitung von Heribert Gerstenmeyer, unterstützt von den  DRK Ortsvereinen Kall und  Schleiden und den Maltesern Nettersheim, konnten die jugendlichen Schulsanitäter ihr  medizinisches Wissen erweitern, um die Erstversorgung an ihren Schulen zu gewährleisten. Dabei wurden an schulnahen Fallbeispielen und realistischen Unfallbeispielen die Basics der Ersten Hilfe, schnelles und sachliches Erkennen der Unfallsituation sowie eine umfassende Mitteilung an die Rettungsleitstelle und die fachgerechte Anwendung der Erste-Hilfe-Maßnahmen für die Verletzten in der weiten Landschaft des Nationalparks eingeübt und vertieft.

Hendrik beim Blutdruckmessen eines Unfallopfers

Hendrik beim Blutdruckmessen eines Unfallopfers

Zusammen mit der Realschullehrerin und Malteser-Ausbilderin Karin Ermert und den Malteserausbilderinnen der beiden Gymnasien Frau Link und Frau Schäfer konnten die jungen Ersthelfer beim Stationenlernen ihr Wissen erweitern und ihre Teamfähigkeit schulen.

Inhalte waren sowohl internistische Notfälle als auch Immobilisationsmaßnahmen (Ruhigstellung von Körperteilen), wie z.B. das Anlegen eines Sam-Splint oder Stifneck bei  Verletzungen. Als weitere Themen standen die psychosoziale Notfallversorgung sowie auch die realistische Unfalldarstellung mit drei Verletzten auf dem Programm. Nach der Besichtigung von Kranken- und  Rettungswagen sowie das Einüben der Patientenübergabe konnten alle interessierten Schüler unter der fachkundigen Führung bei diesem fiktiven „Massenunfall“ Erste Hilfe leisten, dem auf Vogelsang stationierten Rettungsteams  des DRK und dem  Maltesereinsatzteams über die Schulter schauen und beim Abtransport der „Patienten“ helfen.

Natürlich standen auch Freizeitaktivitäten, wie z.B. eine Entspannungspause im Vogelsanger Schwimmbad, ein Kurzbesuch auf der Gemündener Kirmes inklusive Höhenfeuerwerk und viele Gemeinschaftsspiele auf dem Programm.

"Übung macht den Meister" - hier über Nils die Seitenlage

“Übung macht den Meister” – hier über Nils die Seitenlage

„Ganz klasse finden wir, dass die Schülerinnen und Schüler in der Schulzeit ihre Pausen und jetzt hier einen großen Teil ihrer Freizeit opfern, um sich als Schulsanitäter zu engagieren und weiterzubilden. Leider  ist dies heutzutage nicht selbstverständlich. Unsere Schulsanitäter bringen sich täglich zum Wohle der Mitschüler und Lehrer ein“, hoben die SSD-Leiterin Karin Ermert und der Schulungsleiter Heribert Gerstenmeyer besonders hervor.

Ein Höhepunkt neben der Ausbildung war die Führung durch das ehemalige belgische Militärgebiet auf dem Gelände der ehemaligen „NS-Ordensburg Vogelsang“ und die schülergerechte Führung durch das größte Rotkreuz-Museums Europas durch Rolf Zimmermann. Die zentralen Ausstellungen sind der Auseinandersetzung mit den Menschenrechten, dem humanitären Völkerrecht sowie der Geschichte und internationalen Arbeit der Rotkreuz-Bewegung gewidmet. Hier stellte sich schnell heraus, dass sich die Grundgedanken des Roten Kreuzes und der Malteser sowie andere Hilfsorganisationen kaum unterscheiden.

Text: Karin Ermert

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