Sportlich, sportlicher, Sportklasse 5d

On 20. November 2015, in Sport, Sportklasse, Unterricht, by Ralf Breuer
Die erste Sportklasse der Boeselager-Realschule mit ihrem Sportlehrer Martin Bach

Die erste Sportklasse der Boeselager-Realschule mit ihrem Sportlehrer Martin Bach

Neue Schwerpunkte kommen sehr gut an

Seit Beginn des Schuljahres 2015/16 hat die Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus in Ahrweiler zwei neue Schwerpunkte: Zum einen wurde erstmals mit der Klasse 5d eine sogenannte Sportklasse eingerichtet, in der sportliche Kinder durch ein erweitertes Angebot mittels zusätzlicher Sportstunden eine intensive und vertiefte sportliche Förderung erhalten und zum anderen gibt es eine neue Schwerpunktsetzung im Fachbereich Bildende Kunst, wo für Schüler mit besonderer künstlerischer Neigung zusätzliche Projekte, z.B. ein Kunstatelier, am Nachmittag angeboten werden.

Sportlich, sportlicher, Klasse 5d

Nachdem das Modell der neuen Sportklasse durch die Gesamtkonferenz der Boeselager-Realschule plus Ahrweiler verabschiedet und im Januar am Tag der offenen Tür den Eltern der neuen Fünftklässler präsentiert wurde, begann der Run auf diese Klasse. Es gab doppelt so viele Bewerber wie Plätze – an der Boeselager-Realschule sind in den Klassen 5 und 6 maximal 25 Schüler – und so mussten die Kinder im Alter von 10 bis 12 eine von der Sportfachschaft konzipierte Aufnahmeprüfung absolvieren. Motorik, Koordination, Ausdauer, Spiel und Spaß waren die Komponenten des Aufnahmetests.

Unterricht auch am Nachmittag

Nach den Sommerferien ging es dann los und die Klasse 5d, die Sportklasse, lernte ihren neuen Klassenlehrer Martin Bach, der natürlich auch gleichzeitig ihr Sportlehrer ist, kennen.

Das, was die Sportklasse von den anderen Klassen unterscheidet, ist zum einen die erhöhte Anzahl an Sportstunden, darunter auch zwei Stunden, die an einem Nachmittag liegen, und zum anderen, dass die Schülerinnen und Schüler sich auch in anderen Fächern mit sportlichen Inhalten beschäftigen. So werden Unterrichtsgänge und Wandertage zum Klettern oder auch zum Besuch von Sportveranstaltungen genutzt. Sowohl inhaltlich als auch vom sportlichen Schwierigkeitsgrad unterscheidet sich die Sportklasse vom herkömmlichen Sportunterricht.

 

Um einen besseren Einblick in die erste Sportklasse der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus in Ahrweiler zu erhalten, sprachen wir mit Martin Bach,  dem Klassenleiter Klasse 5d:

Sportlehrer Martin Bach inmitten seiner sportlichen Schüler

Sportlehrer Martin Bach inmitten seiner sportlichen Schüler

Herr Bach, wie ist Ihr bisheriges Resümee der ersten 10 Wochen als Klassenleiter und Sportlehrer Ihrer Sportklasse?

Der positive Eindruck, den die Kinder bei der Aufnahmeprüfung hinterlassen haben, hat sich bestätigt. Die Motivation im Sportunterricht ist sehr hoch. Dadurch macht mir die Arbeit mit den Kindern auch sehr viel Spaß.

Gibt es sonst noch andere Auffälligkeiten im Vergleich zu „normalen“ Klassen?

Aus meiner Sicht ist das Sozialverhalten im Sportunterricht sehr gut, so sind die Schüler zum Beispiel eigenständiger in der Selbstorganisation von Spielen, da der größte Teil der Klasse auch im Vereinssport aktiv ist und somit auch schon vielfältige Erfahrungen mitbringt.

Welche besonderen Inhalte stehen denn in der Sportklasse im 5. Schuljahr auf dem Stundenplan?

In den ersten Wochen standen gruppendynamische Inhalte im Vordergrund, momentan beschäftigen wir uns mit dem Thema „Vom Springen mit dem Stab zum Stabhochsprung“. Weiter geplant sind z.B. ein Kurs zum sicheren Skaten und eine vertiefte Akrobatikeinheit.

Für welche Kinder kommt diese Sportklasse denn überhaupt in Frage?

Wichtig ist, dass diese Kids schon eine hohe Motivation, aber auch die Bereitschaft sich anstrengen zu wollen, mitbringen. Weiter sind eine gute Motorik und Athletik, also Kraft und Ausdauer, Voraussetzung.

Was war denn das bisherige Highlight mit Ihrer “Premieren-Sportklasse”?

Ganz besonders erfreut bin ich über das eben schon erwähnte Sozialverhalten, das sich auch auf den regulären Unterricht überträgt. So helfen sich die Schüler auch ohne besondere Aufforderung des Lehrers gerne gegenseitig. Mir persönlich gefällt auch das gemeinsame Mittagessen vor dem Nachmittagsunterricht sehr gut. Hier kommt man häufig mit den Schülern über Dinge ins Gespräch, für die sonst leider im Schulalltag nicht so viel Zeit da ist.

 

"Wo ist der Ball?" - Auch Ballspiele sind immer hoch im Kurs...

“Wo ist der Ball?” – Auch Ballspiele sind immer hoch im Kurs…

„Unsere Sportklasse ist cool!“

Aber nicht nur Martin Bach, der Klassenleiter und Sportlehrer, ist zufrieden mit der neu eingerichteten Sportklasse. Auch die Schüler sind mit Begeisterung dabei, so freut sich Julian G. (10) darüber, es in die Sportklasse geschafft zu haben: „Bisher hat es mir gut gefallen. In den ersten Tagen haben wir eine Rallye durch die Schule gemacht, um alles kennenzulernen. Wir haben bereits an einem Klassenstufen-Turnier in Völkerball und Brennball teilgenommen und wurden Erster. Wir machen viel Sport und zurzeit ist Bodenturnen dran. Vorher haben wir Volleyball gespielt. Das hat viel Spaß gemacht.” Auch der zehnjährige Felix Z. ist begeistert: „Die Sportklasse ist cool. Wir machen viele neue Sachen in Sport. Ich freue mich jetzt schon auf Stabhochsprung.“

Tag der offenen Tür am 16. Januar 2016

Am “Tag der offenen Tür” der Boeselager-Realschule am Samstag, 16. Januar 2016, öffnen sich auch die Türen der Sporthalle und interessierte Kinder und ihre Eltern können in den Alltag der Sportklasse hineinschnuppern – auf dem Stundenplan steht dann der jetzt schon heiß erwartete Stabhochsprung.

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“Schulbank gegen Arbeitsplatz getauscht“

On 16. November 2015, in Berufswahl, Praktikum, by Ralf Breuer

Wie jedes Jahr im Herbst konnten 110 Realschülerinnen und -schüler der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler in den letzten zwei Wochen erste Einblicke in die Berufswelt sammeln. Sie absolvierten ein zweiwöchiges Praktikum in Betrieben der Region Ahrweiler.

Julian Zimmer lernte den Beruf Zweiradmechaniker in der Firma 4theBike kennen

Julian Zimmer (9e) lernte den Beruf Zweiradmechaniker in der Firma “4theBike” kennen

Julian Zimmer aus der Klasse 9e schnupperte zum Beispiel zwei Wochen in den Beruf des Zweiradmechanikers in der Firma “4theBike“, deren Geschäftsführer der über das Ahrtal hinaus bekannte Ex-Radprofi Björn Glasner ist, und Julian gefiel die Arbeit mit den Zweirädern sehr gut. Zusätzlich zur handwerklichen Arbeit an den Rädern erhielt er auch einen Blick in die Logistik, da 4the Bike auch einen Onlinehandel betreibt.

Carolin Rothbrust (ganz rechts) übte als Lehrerin für tänzerische Gymnastik einen Tanz ein

Carolin Rothbrust (ganz rechts) übte als Lehrerin für tänzerische Gymnastik einen Tanz ein

Mit Begeisterung absolvierte Carolin Rothbrust ihr Praktikum als Lehrerin für Tanz und tänzerische Gymnastik in der Tanzschule „Prima D“ in Niederzissen. Carolin leitete sogar eigenständig eine Tanzgruppe im  Alter von 9 bis 13 und übte mit den jungen Sportlerinnen einen Tanz zu Adeles „Hello“ ein. Sie kann sich gut vorstellen, nach der Klasse 10 eine schulische Ausbildung für diesen Bereich zu beginnen. „Es war eine ganz tolle Erfahrung, die Abläufe einer Tanzschule auch mal von einer anderen Seite zu sehen. Am meisten Spaß hat mir die Arbeit mit jüngeren Kindern gemacht“, so Carolin nach ihrem Praktikum.

Louis Baltes als Fahrzeuglackierer bei "capricorn Composite" mit seinem Betreuer André Schwarz

Louis Baltes als Fahrzeuglackierer bei “capricorn Composite” mit seinem Betreuer André Schwarz

Weit weg von der Schule waren die Zwillinge Louis und Eric Baltes, die ihr Praktikum bei der Firma „capricorn Composite“ in Meuspath am Nürburgring absolvierten. Bei „capricorn“ werden Hochleistungskomponenten für den Motorsport aus Faserverbundwerkstoffen entwickelt, gefertigt und beschichtet. Während Eric den Beruf des Verfahrensmechanikers für Kunststoffe kennenlernte, schnupperte sein Bruder Louis in den Beruf des Industrie-/Fahrzeuglackierers. Beide Boeselager-Realschüler fühlten sich von „capricorn“ sehr gut betreut. „Der Betrieb hat extra für uns einen Ablaufplan erstellt, damit wir alle Stationen der Fertigung auch kennenlernten“, so Eric.

Niklas Kaiser als Metallbauer bei Metallbau Woitik in Dernau beim Satinieren von Edelstahlrohren

Niklas Kaiser als Metallbauer bei Metallbau Woitik in Dernau beim Satinieren von Edelstahlrohren

Zwei anstrengende Wochen erlebte Niklas Kaiser, der in dieser Zeit den Beruf des Metallbauers bei der Firma “Metallbau Woitek” in Dernau kennen lernte. Dennoch zeigte sich Niklas positiv angetan von diesem Beruf: “Trotz der körperlichen Anstrengung habe ich mich auf jeden Tag gefreut, denn die Mitarbeiter haben mich gut betreut und der Job hat hat mir Spaß gemacht, vor allem die Arbeit an einem Edelstahlgeländer.”

Positives Praktikum als Eintrittskarte ins Berufsleben

„Das Betriebspraktikum hat an unserer Schule einen ganz hohen Stellenwert. In der heutigen Zeit ist eine überlegte und geplante Berufswahl enorm wichtig. Wir versuchen unsere Schüler ein Stück weit „fit für den Beruf“ zu machen. Ganz wichtig sind neben den praktischen Erfahrungen, wie sie durch Praktika gewonnen werden können, aber auch die Kontakte, die die Schüler dabei knüpfen“, so Berufswahlkoordinator und Sozialkundelehrer Ralf Breuer, der auch die Bedeutung des Betriebspraktikums betont: „Die Schüler geben durch ihr Auftreten im Praktikum ihre Visitenkarte ab, durch die sie später auch einen Ausbildungsplatz bekommen können.“ Und nach Rücksprache mit den besuchten Betrieben sei diese Visitenkarte in den überwiegenden Fällen positiv gewesen, so Breuer. Breuer empfiehlt seinen Schülern aber auch, noch weitere freiwillige Praktika zu absolvieren, um sich noch einen besseren Einblick in die Berufswelt zu verschaffen.
Sozialkundelehrerin Ines Stolz-Thomas, die über 30 Schüler betreute, zum Praktikum: „Viele Schülerinnen und Schüler haben das Praktikum als große Chance gesehen, erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. “

Methodentraining “Präsentieren des Praktikums”

Die Klasse 9e bei der Erstellung der Präsentation über das Praktikum

Die Klasse 9e bei der Erstellung der Präsentation über das Praktikum

In einem Methodentraining nach dem Praktikum werden die Erfahrungen des Praktikums unter Anleitung der Klassenleiter und Sozialkundelehrer mit Hilfe von Powerpoint-Präsentationen den Mitschülern vorgestellt. Das hat neben der Information über die unterschiedlichen Berufsbilder auch den positiven Nebeneffekt, dass eine im Berufsleben wichtige Kompetenz, das Präsentieren, noch weiter eingeübt und erprobt wird.

Nicky P. erstellt seine Powerpointpräsentation über die 2 Wochen Praktkum

Nicky P. erstellt seine Powerpointpräsentation über die 2 Wochen Praktkum

Berufsberatung durch außerschulische Institutionen

Im Anschluss an das Betriebspraktikum werden die Schüler der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler unter anderem auch durch die regelmäßige Berufsberatung durch die Arbeitsagentur auf ihrem Weg zum richtigen Beruf begleitet. Michaela Stahl von der Arbeitsagentur bestärkt die Schule im eingeschlagenen Weg der Berufsorientierung: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Praktikum für die Schüler sehr wichtig ist. Manch einer hat so auch schon durch dieses Praktikum eine erste Ausbildungsplatzzusage erhalten.” Die Termine der Berufsberaterin sind hier auf der Webseite unter dem Menüpunkt „Berufsberatung“ zu finden. Neben diesen Sprechstunden werden die Schüler der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler sowohl im Sozialkundeunterricht als auch im Deutschunterricht, wo vor allem das Erstellen von Bewerbungen eingeübt wird, in ihrem weiteren Berufswahlprozess unterstützt. Außerdem werden auch Exkursionen zu Berufsinfomessen in der Region unternommen.

Der 2. Realschulkonrektor Johannes Morschhausen – in der Schulleitung für den Bereich der Berufsorientierung zuständig – zum Berufswahlprozess an der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler: „Zum Schulprofil der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus zählt eine intensive Vorbereitung auf das Berufsleben. Eine bessere Vorbereitung als das Eintauchen in den Berufsalltag gibt es wohl nicht. Aus diesem Grund absolvieren alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule ein zweiwöchiges Berufspraktikum, damit sie die Gelegenheit erhalten, einmal einen Beruf – und den damit verbundenen Zeiteinsatz – näher kennen zu lernen. Unterstützt werden diese praktischen Erfahrungen noch durch weitere berufsvorbereitende Maßnahmen wie Bewerbertraining durch externe Fachleute, die Berufsinfobörse und die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit.“

Die Philipp Freiherr von Boeselager Realschule plus Ahrweiler bedankt sich auf diesem Wege auch noch einmal bei allen Betrieben und deren Betreuern, dass sie unseren Schülern diesen Einblick in die Berufswelt ermöglicht haben.

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“Das Gute ist stärker als das Böse”

On 16. November 2015, in Trauer, by Ralf Breuer

#‎NousSommesUnis‬

Auch wir gedachten heute um 12 Uhr mit einer Schweigeminute der Opfer von Paris.

#‎NousSommesUnis‬

 

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